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Laminat oder Design- und Vinylböden


Bei der Ausstattung von Räumlichkeiten – egal, ob im Privatbereich oder in öffentlichen Gebäuden und Gewerbeobjekten – spielt der Bodenbelag eine besondere Rolle. Klar – erst einmal schlicht dadurch, dass es überall einen Boden braucht. Doch mit seiner großen Fläche prägt der Bodenbelag mit seiner Optik auch entscheidend das Ambiente. Laufgefühl und Wärme spielen ebenfalls eine gewichtige Rolle, und je nach Beschaffenheit entsteht auch ein unterschiedlich starker Raumschall. Auch die Langlebigkeit und Robustheit ist wichtig beim Bodenbelag: Ist er für die geplante Nutzung ausreichend strapazierfähig? Wie pflegeintensiv, wie einfach zu reinigen ist der Boden?

Viele Faktoren spielen eine Rolle bei der Bodenwahl

Diese aufgeführten Faktoren – und es sind nicht einmal alle! – haben je nach Raumnutzung eine unterschiedliche Bedeutung. Die Anforderungen an einen Hausflur sind andere als an den Boden im Schlafzimmer. Deshalb gilt es, gut über die verschiedenen Bodenvarianten informiert zu sein, um für jede Raumsituation den perfekten Boden zu finden! In diesem Ratgeber möchten wir besonders beliebte und vielfältig einsetzbare Böden betrachten.

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Ratgeber: Laminat oder Design- und Vinylböden

Was zeichnet Laminatböden aus?

Laminat ist ein Bodenbelag, dessen Blütezeit in den 1980er Jahren begann. Und auch heute noch ist es als günstiger und vielseitiger Boden beliebt. Dabei wurde Laminat über die Jahre stetig weiterentwickelt und hat nur noch wenig gemein mit den ersten Exemplaren, mit denen der Siegeszug durch die Haushalte des Landes begann. Laminat ist ein mehrschichtig aufgebauter Bodenbelag.

Deckschicht

Die obere Schicht besteht aus einem Dekorpapier, das durch ein melaminharzgetränktes Overlay geschützt wird. Diese obere Schicht bestimmt das Dekor, und auch eine realistische Strukturierung, wie etwa die von Holz, kann hier zum Einsatz kommen. Das Stichwort „Synchronpore“ bezeichnet die Harmonie von dargestellten Merkmalen wie Ästen, Maserung und feinen Rillen (Bürstungen) mit der Haptik der Oberfläche. In der Authentizität der Oberfläche von Holz oder auch Stein beweist sich auch die besondere Qualität hochwertiger Laminatböden!

Trägerschicht

Üblicherweise dient eine hochverdichtete Holzfaserplatte (HDF) als Träger. Die hohe Dichte macht Laminat biegefest und strapazierfähig.

Gegenzug

Diese dünne Schicht – z. B. aus harzimprägniertem Papier – bildet einen Ausgleich zu den Spannungskräften auf der Oberseite.

Dieser Dreischicht-Aufbau kommt bei vielen Bodenvarianten in leicht abgewandelter Form vor. Man findet ihn bei dreischichtigem Fertigparkett, bei Fertig-Kork sowie auch bei Fertig-Vinyl und -Designböden. Darüber hinaus ist oft noch zusätzlich eine Trittschalldämmung integriert, z. B. aus Kork.

Was sind Vinylböden?

Der Name Vinylboden rührt her vom darin verwendeten Kunststoff. Vinyl ist der Mittelteil vom Begriff „Polyvinylchlorid“, vor allem bekannt als PVC. Bei Vinylböden besteht entweder die Deck- bzw. Laufschicht aus Vinyl bzw. PVC, oder es handelt sich um massives Vinyl. Alle Varianten im Folgenden zeichnen sich durch eine enorme Widerstandsfähigkeit aus und können in den stärksten Ausführungen nicht nur in Gewerbeobjekten, sondern auch im industriellen Bereich eingesetzt werden.

Mehrschicht-Vinyl

Wie auch bei Laminat bewirkt ein Dekorpapier die Optik des Bodens. Für den Schutz sorgt allerdings kein Melaminharz-Overlay, sondern eine Vinylschicht, welche typischerweise entweder 0,3 oder 0,55 mm stark ist (logisch: je dicker, desto robuster). Die Stärke der Nutzschicht bestimmt auch, inwieweit authentische Strukturen von Holz oder Stein etc. dort eingeprägt werden können. Dazu kommt oft noch eine Trägerschicht aus Vinyl (für mehr Gehkomfort) und wie bei Laminat meist eine HDF-Platte. Auch ein Gegenzug ist vorhanden, ebenfalls oft ergänzt durch eine Trittschalldämmung.

Mehrschicht-Vinyl lässt sich wie auch Laminat sehr einfach per Klicksystem verbinden und dadurch ganz ohne Kleber schwimmend verlegen.

Massivvinyl

Diese Variante besteht nicht, wie man meinen sollte, aus einem kompletten Vinylstück, sondern aus mehreren Schichten, allerdings alle aus Vinyl. Deshalb ist auch der Begriff „Vollmaterial“ geläufig. Massivvinyl ist durch den kompakten Aufbau (insbesondere durch den Verzicht auf eine HDF-Trägerlage) sehr dünn. Trotzdem verfügt es über ein Klick-System für eine einfache Verlegung. Vinyl an sich ist unempfindlich gegen Feuchtigkeit (das Problem sind diesbezüglich die Trägerplatten aus Holzfasern, die aufquellen können). Dadurch kann es auch in Feuchträumen eingesetzt werden.

Vinyl mit Rigid-Core-Trägerplatte

In bestimmten Bereichen können bei Massivvinyl Probleme auftreten, da es auf hohe Temperaturschwankungen reagiert – etwa bei einem Wintergarten mit bodentiefen Fenstern. Auch Unebenheiten beim Untergrund können Massivvinyl zu schaffen machen. Dank einem besonderen, starren Träger erhält Rigid-Vinyl mehr Dimensionsstabilität und Temperaturbeständigkeit bis ca. 60 °C. Leichtere Unebenheiten werden durch die innovative Rigid-Trägerschicht ausgeglichen. Dennoch ist die Stärke bzw. Aufbauhöhe ausgesprochen dünn und dadurch „renovierungsfreundlich“. Es kann oftmals sogar über alten Bodenbelägen wie Fliesen verlegt werden.

Vinyl als Klebesheets

Dies ist die dünnste Variante von Vinyl mit ca. 2 mm (!). Der Aufbau besteht aus dem Nötigsten und verzichtet beispielsweise auf einen Träger mit Klicksystem. Stattdessen wird es verklebt und kann auch sehr gut in Räumen mit erhöhter Feuchtigkeit wie Bad oder Küche eingesetzt werden.

Was sind die Charakteristika von Designböden?

Designböden und die zugehörige Variante des Vinylbodens werden immer beliebter. Es gibt sie in allen oben aufgeführten Typen. Sie erhalten den Bodenbelag als Mehrschicht-Klickboden, in massiver Form bzw. als Vollmaterial sowie mit dem innovativen Rigid-Core-Träger. Alle Designböden weisen viele positive Eigenschaften auf: hohe Robustheit, attraktive Designs, authentische Naturdekor-Nachbildungen und hohe Pflegeleichtigkeit. Der Unterschied zwischen sogenannten „Natur-Designböden“ und Vinylböden? Der konsequente Verzicht auf PVC und die damit verbundenen, künstlichen Weichmacher. Stattdessen werden andere Kunststoffe verwendet, oftmals mit einem hohen Anteil an natürlichen Inhaltsstoffen von Kreide bis Raps- und Rizinusöl. Im Fokus steht eine besonders ausgeprägte Wohngesundheit, oftmals ausgezeichnet mit dem strengen Prüfsiegel „Blauer Engel“.

Laminat, Design- und Vinylböden im Vergleich

Gemeinsamkeiten

Die Bodenbeläge haben erst einmal einiges gemein. Sie punkten mit einer großen Dekorvielfalt, hoher Robustheit, Pflegeleichtigkeit und einfacher Verlegung, insbesondere die Mehrschicht-Varianten mit Klicksystem. Auch der Preis ist vergleichsweise günstig – ein Parkettboden mit dem gleichen Dekor kostet einiges mehr!

Unterschiede

Ein Unterschied besteht in Hinblick auf den Laufkomfort und die Wärme. Während Laminat hart und kalt ist, fühlen sich Design- und Vinylböden aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit warm und weich an. Dies führt auch zu einem günstigeren Raumschall, sprich: Es hallt weniger. Die Härte des Laminats schützt aber besser vor Abnutzungsspuren!

Laminat gibt es ansonsten „nur“ in der dreischichtigen Klickvariante – aber dies ist zweifellos mit Abstand die beliebteste Bodenvariante, weil sie sich auch vom durchschnittlich geübten Heimwerker sehr gut verlegen lässt. Design- und Vinylböden erhalten Sie ebenfalls als Klickvariante, doch zusätzlich auch als vielseitig einsetzbare Klebesheets, in massiver Form (perfekt für Feuchträume) sowie als immer stärker gefragte Variante auf Rigid-Träger.

Trend geht klar zu Design- und Vinylböden

Tatsächlich laufen Design- und Vinylböden dem klassischen Laminat immer mehr den Rang ab, weil für die meisten Bodenkäufer die Vorteile überwiegen. Zwar ist Laminat in der Regel günstiger, aber vielfach wird der Preisunterschied gerne für die genannten Mehrwerte in Kauf genommen. Der Trend zu maximaler Wohngesundheit wiederum lässt viele Bodenkäufer immer häufiger zum Natur-Designboden greifen, der diesbezüglich ein besonderes Rundum-Sorglos-Gefühl bietet.

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