Was ist überhaupt eine OSB-Platte?

Eine OSB-Platte ist auch unter der Bezeichnung „Grobspanplatte“ bekannt. Ein Unterschied besteht allerdings zwischen OSB-Platte und Spanplatte. Letztere verfügt über feinere Späne und ist je nach Ausführung häufig preiswerter.

Haben OSB-Platten – wie zum Beispiel zahlreiche Parkettdielen – eine Nut-Feder-Verbindung, werden sie als „Verlegeplatten“ bezeichnet.

Die Abkürzung „OSB“ steht für „Oriented Strand Boards“ und gibt einen Hinweis auf die Zusammensetzung der „Platte aus ausgerichteten Spänen“:
  • vergleichsweise grobe Laub- oder Nadelholz-Späne bzw. -Streifen (Strands)
  • Späne werden mit Leim zu Platten verpresst (Boards)
  • Außenschichten: Späne sind parallel zur Längsrichtung ausgerichtet (Oriented)
  • Innenschichten: Späne sind parallel zur Breitrichtung ausgerichtet (Oriented)
Die unterschiedliche Anordnung der Späne verleiht den Platten eine äußerst robuste Struktur, wobei je nach Einsatzbereich unterschiedliche Nutzungsklassen Verwendung finden.

Allroundtalent: Einsatzgebiete von OSB-Platten

OSB-Platten beziehungsweise Grobspanplatten sind vielseitig einsetzbar und aus Bau- oder Modernisierungsprojekte längst nicht mehr wegzudenken. Die Vorteile dieses Holzwerkstoffs beziehen sich nicht nur auf die robuste Struktur, sondern zum Beispiel auch auf die hohe Biegefestigkeit. Zudem nehmen auch viele Kunden die lebendige Optik als interessant wahr, so dass OSB-Platten in der Tat beispielsweise auch als Fußbodenbelag und nicht nur als Unterlage desselben verlegt werden.

Die Grobspanplatten finden ihre Verwendung zudem unter anderem als Wandverkleidungen, tragende Deckenbeplankung, Möbelstücke und sogar Türen. Und nicht nur das: OSB-Platten gibt es auch außerhalb von Haus und Garten. Transport- oder Lebensmittelverpackungen werden zum Beispiel oftmals aus diesem Holzwerkstoff hergestellt. OSB-Platten sind also echte Allrounder und damit für DIYler ein absolutes Muss!

Klassifizierung nach Tragfähigkeit

  • OSB/1: Platten dieser Klassifizierung werden unter anderem im Trockenbereich für die Inneneinrichtung verwendet.
  • OSB/2: Platten dieser Klassifizierung werden unter anderem im Trockenbereich für tragende Zwecke verwendet.
  • OSB/3: Platten dieser Klassifizierung werden sowohl im Trocken- als auch im Feuchtbereich für tragende Zwecke verwendet.
  • OSB/4: Platten dieser Klassifizierung werden sowohl im Trocken- als auch im Feuchtbereich für tragende Zwecke verwendet und gelten als stark belastbar.

OSB-Platten verlegen: Tipps für den DIYler

Eine OSB-Platte mit Nut und Feder eignet sich optimal zur Verlegung als Fußbodenunterlage oder als Fußbodenbelag an sich. Sie schieben die Platten an Nut und Feder ineinander. Damit die über den Untergrund „schwimmenden“ Verbindungen mehr Halt haben, können Sie Parkettleim nutzen und die OSB-Platten verkleben. Sie haben auch die Möglichkeit, Grobspanplatten mit dem Untergrund zu verschrauben. Diese Verlegungsweise eignet sich beispielsweise für einen nicht so stark genutzten Dachboden.

Tipp: Nutzen Sie spezielle OSB-Schrauben, wenn Sie OSB-Platten als Bodenbelag verwenden möchten. So sparen Sie sich das Vorbohren und reduzieren durch den gemischten Schraubenaufbau von Gewinde und Nicht-Gewinde Tritt- oder Gehschall merklich.
Bedenken Sie bitte, dass OSB-Platten nicht unweigerlich eine Dampfbremse beziehungsweise Dampfsperre ersetzen. Holen Sie sich zur Sicherheit lieber einen Rat von Ihrem Holzfachhändler ein, der den Feuchtigkeitsgehalt im Untergrund mit einem speziellen Gerät nachmisst. So können Sie bei Bedarf beispielsweise noch eine PE-Folie aus dem Bereich Trittschalldämmung verlegen (lassen).

Übrigens: Sie erhalten OSB-Platten in einheitlichen Größen und Stärken, wobei sich Ihnen hier eine breite Vielfalt bietet. Auf diese Weise können Sie Grobspanplatten für die verschiedensten Projekte passend kaufen. Alternativ bieten viele unserer Händler auch einen praktischen Zuschnittservice an.

Grobspanplatten: Vielfältige Oberflächenbearbeitung

Ob Lackieren, Lasieren, Wachsen beziehungsweise Ölen – wenn Sie die ohnehin vergleichsweise glatten Oberflächen von OSB-Platten etwas anschleifen oder direkt geschliffene OSB-Platten kaufen, können Sie diese direkt auf unterschiedliche Weise bearbeiten.  Mit Lack oder Lasur machen Sie die OSB-Platten durch eine Versiegelung fit für die Verwendung im Außenbereich, wobei dieser etwas vor Wind und Wetter geschützt sein sollte. So haben Sie von lackierten oder lasierten Grobspanplatten lange etwas.

Entscheiden Sie sich für Wachsen oder Ölen, gehört die OSB-Platte eher in Ihre heimischen vier Wände. Der Grund: Sie versiegeln die Holzporen nicht vollständig, was die Haltbarkeit der Oberfläche verringert. Insbesondere eine gewachste Oberfläche reagiert zudem schneller auf Hitze. Somit sollten Sie die Oberfläche regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf nachbehandeln. Großes Plus von Wachsen und Ölen: Beides ist sehr umweltfreundlich!

OSB-Platten günstig online kaufen bei HolzLand.de

Der niedrigste OSB-Plattenpreis beläuft sich bei HolzLand.de auf etwa 5 Euro pro Quadratmeter. Der höchste Quadratmeterpreis liegt bei rund 14 Euro. Die Kosten für eine OSB-Platte hängen stark von der jeweiligen Plattenstärke ab. Unsere Händler bieten Ihnen eine gesamte OSB-Platte aktuell zwischen 14 und 35 Euro an. Bitte achten Sie auf aktuelle Angebote und Aktionen.

OSB-Platten können Sie also sehr gut im HolzLand-Shop online bestellen oder direkt vor Ort bei einem HolzLand-Händler kaufen. Viele OSB-Platten können Sie auch direkt in den Ausstellungen ansehen und erst im Anschluss kaufen.

Sie sind nicht der große DIYler und wissen daher nicht, wer die gekauften Grobspanplatten für Sie verlegen könnte? Beauftragen Sie hierfür einfach das Montageteam Ihres Händlers oder fragen Sie bei regionalen Handwerkern nach, die mit Ihrem Holzhändler kooperieren. Diese helfen Ihnen gern bei Ihrem Projekt!
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