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Fassadenverkleidungen aus HPL, Faserzement, WPC und PVC


Fassadenverkleidung: Fachwissen von HolzLand

HolzLand legt zwar den Fokus auf Holz, doch unser Sortiment beschränkt sich nicht nur auf Holz als Baustoff, sondern umfasst auch viele weitere Materialien, die für Innenausbau, Hausbau oder auch den Garten relevant sind – damit Sie eine möglichst breit gefächerte Produktauswahl vorfinden und Ihre Vorhaben nach individuellen Wünschen vorantreiben können.

In Bezug auf Fassadenverkleidungen bieten wir deshalb nicht nur alles für die Fassade aus Holz, sondern auch interessante Materialalternativen von Schichtstoffplatten über WPC bis zu Faserzement und Vinyl. Was sind die Vorteile der einzelnen Materialien und für welche Objekte bzw. Anforderungen eignen sie sich im Besonderen? Finden Sie es heraus in unserem Ratgeber!

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Fassadenverkleidung: Alternativen zu Holz

Fassadenplatten aus HPL

Hintergrund: Was ist HPL?

HPL ist ein Schichtstoff, der aus mehreren Lagen phenolharzgetränkten Zelluloseschichten besteht. Phenolharz ist ein robustes Kunststoffharz, das bereits vor über hundert Jahren entwickelt wurde. Es ist besonders steif und bruchfest, gleichzeitig reagiert es kaum auf Temperatureinflüsse – auf Basis von Phenolharz hergestellte Platten sind also sehr dimensionsbeständig. Weiterer Vorteil: Phenolharz ist schwer entflammbar. Bei HPL („High Pressure Laminat“) werden mehrere harzgetränkte Lagen bei hohem Druck zu einem ultrarobusten Schichtstoff verarbeitet. So lassen sich mit HPL und Spanplatten als Träger zum Beispiel Küchenarbeitsplatten herstellen. Für die Fassade werden jedoch Kompaktplatten verwendet. Aufgrund der hohen Zahl an verpressten Lagen benötigen sie keinen zusätzlichen Träger, sie sind „selbsttragend“. Pluspunkt: Bereits bei einer Stärke von 6 mm sind die Platten enorm widerstandsfähig!

Was sind die Vorteile einer HPL-Fassade?

Die Fassadenverkleidung aus HPL bietet viele attraktive Vorteile. Wie bereits angeklungen, ist eine HPL-Fassade hochgradig robust. Sie ist schlag- und bruch- sowie kratzfest und leicht zu reinigen. Dies macht sie zu einem hervorragenden Schutz der Fassade gegen Vandalismus. Gleichzeitig ist sie hitzebeständig und schwer entflammbar. Sie verbessert weiterhin den Schallschutz. Moderne HPL-Fassadenplatten sind UV-beständig, sprich: Sie behalten auch über die Jahre ihre Farbe bzw. ihr Dekor, ohne zu verblassen. Insgesamt sind HPL-Fassadenplatten extrem wetterfest und schützen zuverlässig das Gebäude vor schädlichen Witterungseinflüssen.

Enorme Designvielfalt

Wie von Schichtstoffen bzw. Laminaten bekannt, können diese die unterschiedlichsten Dekore aufweisen. Klassisch sind bei der HPL-Fassade verschiedene Unifarbtöne. Dies liegt sicherlich auch darin begründet, dass HPL-Fassadenplatten häufig für größere Objekte verwendet werden, ob Mehrfamilienhaus, Firmenzentrale oder Bürokomplex. Die großflächigen Kompaktplatten erlauben eine schnelle Verarbeitung. Doch auch für das moderne Privathaus kann die HPL Fassade eine Idee sein. Robust, witterungsbeständig, weitgehend wartungsfrei, designstark... Diese Eigenschaften sind natürlich auch für persönliche Interessen äußerst attraktiv. Neben Unidekoren gibt es auch naturgetreue Nachbildungen von Holz, Stein und sogar Corten-Stahl im angesagten Rostlook – ein Hoch aufs Industrial Design.

Einfache Montage und geringer Wartungsaufwand

Fassadenplatten aus HPL lassen sich sehr einfach montieren. Empfehlenswert ist eine hinterlüftete Fassadenkonstruktion. Bei dieser besteht zwischen der Fassadenverkleidung und dem Gebäudekörper ein schmaler Zwischenraum, welcher eine ständige Belüftung von Fassade und Gebäude bewirkt. Dies verhindert Schimmelbildung und andere Schäden durch anhaltende Feuchtigkeit! Die HPL-Fassadenplatten werden auf einer Unterkonstruktion aus Aluminium oder Holz verschraubt. Zwischen den einzelnen Platten bleibt eine schmale Dehnungsfuge. Als Werkmaterialien dienen Hartmetall-Sägeblätter und Diamant-/Hartmetallbohrer.

Faserzementplatten für die Fassade

Die Fassade aus Faserzement punktet mit ähnlichen Mehrwerten wie die HPL-Fassade: Sie ist extrem robust, absolut witterungsbeständig und vielfältig im Design. Auch die Stärke mit knapp 8 mm ist vergleichbar mit HPL. Faserzement ist grundsätzlich die Mischung aus Zement, reißfesten Spezialfasern aus Zellulose, Sand und Wasser sowie Additiven für die Verbesserung der Langlebigkeit.

Vorteile von Faserzement für die Fassade

Absolute Pluspunkte: Faserzement ist nichtbrennbar, UV-beständig, extrem robust, trotzdem leicht und dadurch einfach zu verarbeiten. Außerdem punktet das Material mit seiner kompletten Unempfindlichkeit gegenüber Schädlingen oder Schimmel. Feuchtigkeit und die unterschiedlichsten Witterungseinflüsse können der Faserzement-Fassade nichts anhaben. Im Gegensatz zu HPL-Fassadenplatten gibt es Faserzement auch als Paneele, die sich wie klassische Fassadenbretter, z. B. als Stülpschalung, verarbeiten lassen. Dies ist für private Hauseigentümer ein besonderer Reiz, sofern die Fassade einen klassischen Look haben soll. Sowohl horizontale als auch vertikale Fassadenverkleidungen sind möglich.

Große Bandbreite an Dekoren

Faserzementplatten gibt es mit den unterschiedlichsten Designs. Nicht nur die Farben sind variabel, sondern auch die Oberflächenstruktur lässt sich bei Faserzementplatten für die Fassade sehr gut anpassen – zum Beispiel mit tollen Holzstrukturen. Natürlich gibt es auch die ganze Bandbreite an Uni-Farbtönen.

Leichtes montieren und warten

Die Montage ist grundsätzlich einfach. Selbst ein Vorbohren ist nicht zwingend erforderlich. Sogar auf Bewegungsfugen kann verzichtet werden, da sich die Platten in der Länge höchstens minimal ändern. Gearbeitet wird vor allem mit Handkreissäge und Stichsäge bzw. Lochsäge. Zum Sägen gibt es spezielle Sägeblätter vom Hersteller.

Grundsätzlich zeigt sich Faserzement ausgesprochen wartungsfrei, dennoch ist es natürlich sinnvoll, die komplette Fassadenkonstruktion regelmäßig auf etwaige Schäden zu überprüfen, zum Beispiel bei Lüftung oder Befestigung. Für die Reinigung genügt in der Regel Wasser, bei Bedarf zusätzlich milder Haushaltsreiniger.

WPC-Fassadenverkleidung

Sicherlich haben Sie schon von WPC gehört. Das Holzverbundmaterial hat im Terrassensegment für Furore gesorgt und durch den andauernden Erfolg wurde das Sortiment an WPC-Produkten für den Außenbereich immer weiter ausgebaut. Neben Sichtschutzzäunen ist es auch die Fassade, bei der WPC ein hervorragend geeignetes Material darstellt. Zugegeben – es hat seinen Preis – doch dafür erhält man ein langlebiges und optisch ansprechendes Material. Der Hauptbestandteil von WPC sind Holzfasern (typisch: knapp 70 %, plus/minus, abhängig vom Hersteller). Dazu kommen hochwertige Polymere und Additive für Langlebigkeit und Farbgebung.

Vorteile der WPC-Fassade

Eine WPC-Fassade besitzt eine schöne, naturnahe Optik in Holz- und Erdfarben. Im Gegensatz zu Holz vergraut WPC nicht – die sonst nötigen regelmäßigen Holz-Pflegeanstriche entfallen hier. Gleichzeitig verfügt es über die Dauerhaftigkeit (= Langlebigkeit) von erlesenen Tropenhölzern. Nachhaltigkeit inklusive: WPC ist ökologisch wertvoll durch die Verwendung von Holzfasern aus zertifizierter Forstwirtschaft. Einige Hersteller nehmen ausgediente WPC-Produkte überdies wieder zurück zum Recycling („Cradle to Cradle“).

Ansprechende Designs

Wie schon erwähnt, überwiegen bei WPC natürliche Farbtöne. Vom Format her sind es keine großen Platten wie etwa bei HPL, sondern die typischen Formate einer Holzfassade wie moderne Rhombusprofile oder diverse Querschnitte als klassische, geschlossene Stülpschalung. Farben und Formate prädestinieren sie in erster Linie für den Privathaushalt, aber natürlich ist auch ein Einsatz für größere (Gewerbe-) Objekte denkbar.

Wartung & Montage

WPC-Profile lassen sich hervorragend verarbeiten. Auch eine optisch elegante, unsichtbare Befestigung kann erfolgen. Pflegeanstriche sind nicht nötig, aber eine regelmäßige Reinigung der Fassade ist – wie bei allen Fassadenmaterialien – eine sinnvolle Angelegenheit. Auch die Überprüfung der kompletten Fassadenkonstruktion einmal im Jahr kann ausgesprochen sinnvoll sein.

Fassadenprofile aus Vinyl / PVC

Eher ein Nischenprodukt und deshalb an dieser Stelle weniger ausführlich beschrieben: Fassadenelemente aus PVC bzw. Vinyl! Dennoch überzeugt das Material durchaus mit seinen eigenen Vorteilen. Der Werkstoff PVC, welcher im Bodenbereich als Vinylboden ein beeindruckendes Revival hingelegt hat, ist bekannt für seine Robustheit und Unempfindlichkeit gegen Feuchtigkeit. Als Hart-PVC punktet es mit hoher Temperaturbeständigkeit, Oberflächenhärte und darüber hinaus mit guten Isolationseigenschaften (Stichwort Wärmedämmung). Wie alle aufgeführten Fassadenmaterialien lassen sich Elemente aus PVC/Vinyl als vorgehängt hinterlüftete Fassade realisieren – mit all ihren Vorteilen. Die robusten Vinylfassaden lassen sich je nach Hersteller sogar mit dem Hochdruckreiniger säubern.

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