KIEFER - Pinus sylvestris

Botanische Bezeichnung

Pinus sylvestris, Familie - Pinaceae

Weitere Handelsnamen

Föhre, Forche, gemeine Kiefer, Igarka Kiefer, Polnische Kiefer, Nordische Kiefer, Sibirische Kiefer (D), Scots Pine, Baltic Redwood, European Redwood (GB)

Vorkommen

Europa, Nordwestsibirien, Nordamerika

Eigenschaften

Der asthaltige Stamm besitzt ein leicht harziges Kernholz von rotbrauner Farbe, das sich vom blasseren Splintholz abhebt. Die Textur variiert, abhängig vom Standort, von fein bis grob. Die Harzkanäle und Jahresringe sind deutlich sichtbar. Das Holz ist weich, biegsam, leicht spaltbar, sehr harzreich und schnell nachdunkelnd. Die Trocknung verläuft zügig und ohne spezifische Schwierigkeiten, nur bei zu scharfer technischer Trocknung ist besonders der Splint durch eine feine Rissbildung gefährdet. Das Stehvermögen von geradfaserigen Qualitäten ist meist gut und gleicht dem von entsprechend strukturiertem Fichtenholz.

Resistenz

Das feuchte Splint des Kiefernholzes ist gegen Bläuepilze besonders anfällig, wodurch aber die Festigkeit nicht beeinträchtigt wird. Das Kernholz ist überwiegend mäßig resistent gegen den Befall durch holzzerstörende Pilze. Kiefernsplint ist gut tränkbar, Kernholz dagegen sehr schwer. Dauerhaftigkeitsklasse DK 3-4.

Verarbeitung

Das Holz lässt sich gut von Hand und maschinell bearbeiten, schälen, messern, sägen und hobeln. Kiefernhölzer haben guten Nagel- und Schraubenhalt und bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Oberflächenbehandlung.

Verwendung

Türen, Fenster, Schiffbau, Waggonbau, Wasserbau, Brückenbau, Papier Zellstoff, Möbel, Innenausbau, Außenbau, Telefonmaste, Konstruktionsholz, Grubenstempel, Drechseln, Spanholz/Spanplatten, Furniere. Aus dem Harz wird Terpentin gewonnen.

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