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Böden für Allergiker


Ratgeber „Böden für Allergiker“: Welche sind geeignet?

Geht es um das Thema „allergikerfreundliche Böden“, muss man als erstes natürlich eingrenzen, dass es sich vor allem um die Allergie gegen Hausstaub dreht und nicht etwa um eine Allergie gegen Sesam.

Die körperliche Reaktion auf Hausstaub ist ein weit verbreitetes (und nicht immer als solches erkanntes) chronisches Krankheitsbild in Deutschland. Im Hausstaub befinden sich die Ausscheidungen von Hausstaubmilben. Diese Ausscheidungen wiederum tragen Allergene mit sich, auf welche viele Menschen mit Beschwerden reagieren. Eine laufende oder verstopfte Nase und häufiges Niesen sind typische Symptome, stärker Betroffene können sogar unter Krankheitssymptomen wie Asthma, Kurzatmigkeit und Abgeschlagenheit leiden.

Möchte man nun diese allergischen Reaktionen so gut wie möglich vermeiden, gilt es, ein möglichst hausstaubfreies Zuhause zu schaffen. Klar – die Bildung von Hausstaub lässt sich nicht völlig vermeiden. Aber schon eine signifikante Verringerung des Staubaufkommens kann bereits für ein Aufatmen sorgen – im doppelten Wortsinn!

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Inhaltsverzeichnis:

Welchen Beitrag leistet der Bodenbelag für ein allergikerfreundliches Zuhause?

Hausstaub kann sich an den unterschiedlichsten Stellen festsetzen. Die Bodenflächen eines Zuhauses sind schon durch die große Fläche ein signifikanter Faktor, welcher entweder zum Problem mit beitragen oder auch die Staubbelastung deutlich reduzieren kann. Es gibt Bodenbeläge wie „hochflorige“ Teppichböden (sprich: mit einer Florhöhe über 1,5 cm) oder gar Langflorteppiche (ab 5 cm Länge) – hier zum Beispiel kann sich Staub recht leicht festsetzen und ein Absaugen zeigt nur begrenzte Wirkung.

Andere Böden (etwa minderwertige Laminatböden) können eine statische Wirkung haben, sprich: Sie laden sich auf und entwickeln so eine Anziehungskraft für Staub und Schmutz! Dies erschwert das einfache Absaugen oder Aufwischen. Dann wiederum gibt es Böden mit ausgeprägten Fugen, Rissen oder anderen Stellen, welche zum Schmutzdepot werden können.

Welche Eigenschaften braucht ein allergikerfreundlicher Boden?

Im obigen Abschnitt sind indirekt schon Faktoren aufgetaucht, welche einen allergikerfreundlichen Boden ausmachen. Werden wir nun ganz konkret und nennen wichtige Eigenschaften eines solchen Bodenbelags


  • Einfach zu reinigen: Wie gut lässt sich der Boden absaugen oder wischen? Hat er eine möglichst geschlossene glatte Oberfläche oder auch viele kleine Schlupfwinkel für Staub und Dreck? In gewissem Maße kann der Bodenbelag auch eine Oberflächenprägung haben – aber diese sollte nicht zu deutlich hervortreten, um die einfache Reinigung sicherzustellen. Klassischerweise gelten Steinböden – wie zum Beispiel Fliesen – als guter Allergikerboden, doch auch Bodenbeläge wie Parkett, Vinyl, Kork und Laminat können gute Voraussetzungen für eine hygienische Reinigung liefern. Ebenso lässt ein kurzfloriger Teppich sich gut und gründlich absaugen!
  • Antistatische Boden Oberfläche: Bodenbeläge wie Laminat können sich – je nach Ausführung – statisch aufladen. Dies kann nicht nur zu harmlosen, aber unangenehmen statischen Entladungen führen, sondern auch ein Festsetzen von Staub und Dreck bewirken. Achten Sie deshalb darauf, dass der Boden als antistatisch ausgewiesen ist (hochwertige Laminatböden oder auch Design- und Vinylböden bringen diese Eigenschaft mit). Es gibt auch Teppiche mit antistatischen Materialbeimengungen wie z. B. Polyamid. Parkett und geöltes/gewachster Kork sind antistatisch.
  • Pluspunkt Parkett & Kork: Die Naturböden wirken antibakteriell und antiviral! Dies ist möglich aufgrund der holzeigenen Terpene und Gerbsäuren.
  • Robust genug für häufiges Reinigen: Als Hausstauballergiker muss man eigentlich täglich seine Böden reinigen. Insbesondere, wenn Sie regelmäßig wischen möchten, ist es sinnvoll, dass der Bodenbelag dadurch nicht leidet. Ein simples Staubsaugen ist natürlich eine weniger hohe Beanspruchung. Dennoch ist es als Allergiker vernünftig, lieber einen robusteren Bodenbelag zu wählen. Ob Parkett mit strapazierfähiger Lackoberfläche, ein Design- oder Vinylboden mit hoher Nutzungsklasse (z. B. NK 23/33) oder auch Kork mit robuster Oberflächenbeschichtung (z. B. aus Vinyl) – es muss nicht zwingend der Stein- oder Fliesenboden sein, um die ausreichende Strapazierfähigkeit zu haben!
  

Beispielhaft sehen Sie hier den Dielenaufbau von Parkett und Laminat. Beide Varianten sind sehr strapazierfähig und gut zu reinigen. Mehr Informationen zu beiden Bodenbelägen erhalten Sie in unserem Ratgeber Parkett oder Laminat.


Dielenaufbau Parkett

1. Lack
2. Nutzschicht
3. Mittellage
4. Gegenzug
Dielenaufbau Laminat

1. Overlay-Melaminharzpapier(antistatisch)
2. Dekorpapier oder Digitaldruck
3. Quellvergüteter HDF-Träger
4. Gegenzug

Abschließend zusammengefasst: Diese Böden eignen sich für Allergiker

Steinböden und Fliesenböden: Fugenlose Flächen, einfach zu reinigen und strapazierfähig.
Parkett: Antistatisch, einfach zu reinigen und dazu noch antibakteriell wirksam. Wichtig allerdings ist eine möglichst glatte Oberfläche (ein wenig Struktur wie etwa eine leichte Bürstung ist kein Problem). Lackiertes Parkett ist besonders einfach zu reinigen, hat aber etwas weniger „Naturflair“ als die geölten Varianten.
Kork: Ebenfalls antibakteriell und antistatisch (wenn mit Hartwachs oder Hartöl behandelt). Hier empfiehlt sich eine robuste Variante (z. B. mit Vinyloberfläche).
Design- und Vinylböden: Gute Eignung – einfach zu reinigen durch eine geschlossene Oberfläche, pflegeleicht, robust und antistatisch.
Laminat: Grundsätzlich geeignet, da einfaches Saugen und Wischen (allerdings ist es wichtig, einen antistatischen Laminatboden zu wählen).
Teppich: Bitte ausschließlich kurzflorige Teppiche wählen. Diese lassen sich gut und gründlich absaugen (am besten zusätzlich mit antistatischer Beschaffenheit des Flors).

Unser Tipp: Fragen Sie am besten Ihren HolzLand-Partner vor Ort nach Böden, die sich besonders für Allergiker eignen! Er weiß am besten, welche Boden-Ausführungen eine besonders gute Wahl sind und kann Sie individuell beraten.

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