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Beides sieht doch oft genau gleich aus – Laminat und Parkett. Gibt es Parkett-Laminat? Oder Laminat-Parkett? Nein, denn tatsächlich sind Parkett und Laminat zwei äußerst unterschiedliche Bodenbeläge, auch wenn es sie oft in der gleichen Optik zu kaufen gibt.

Die Unterschiede zwischen Laminat und Parkett

Parkett und Laminat gehören zu den beliebtesten Bodenbelägen und haben je nach Einsatzzweck ihre individuellen Vor- und Nachteile. Damit Sie aber bestimmen können, was besser zu Ihnen und Ihren eigenen vier Wänden passt, möchten wir Ihnen einen ersten Überblick über Gemeinsamkeiten und Unterschiede geben.

Entdecken Sie die Produkte in unseren Kategorien Parkett und Laminat.

Aufbau
Parkett: Besteht (in zwei oder drei Schichten) aus Holz und ggf. auch aus Holzwerkstoffen. Die Decklage besteht immer aus einem Echtholzfurnier
Laminat: Besteht im Kern aus einem HDF-Träger mit beschichtetem Dekorpapier/Digitaldruck

Kosten
Parkett: Mittlere bis obere Preisklasse
Laminat: Untere bis mittlere Preisklasse

Verlegungsweise
Parkett: Schwimmende Verlegung oder vollflächiges Verkleben
Laminat: Vorrangig schwimmende Verlegung oder vollflächiges Verkleben

Kompatibilität mit Fußbodenheizung
Parkett: Parkett ist häufig mit Fußbodenheizung kompatibel (Herstellerangaben beachten)
Laminat: Laminat ist häufig mit Fußbodenheizung kompatibel (Herstellerangaben beachten)

Pflege und Reinigung
Parkett: Trockenreinigung, nebelfeucht wischen, Parkettreiniger, ggf. Parkettöl, geeignetes Schleifpad
Laminat: Trockenreinigung, nebelfeucht wischen, ggf. Laminatreiniger

Nutzungsdauer
Parkett: Hoch, abhängig von Beanspruchung und Stärke der Decklage ist das Abschleifen und Erneuern der Oberflächenbehandlung möglich
Laminat: In der Regel mittel, abhängig von Beanspruchung und Nutzungsklasse

Eignung für Räume
Parkett: Besonders beliebt in allen Wohnräumen; bei richtiger Verlegung, Pflege und Reinigung auch für die Küche geeignet; für Bereiche mit höherem Feuchtigkeitsaufkommen empfehlen wir eine Alternative, zum Beispiel einen Massivvinylboden
Laminat: Besonders beliebt in Wohnzimmer, Schlafzimmer und Kinderzimmer; Böden guter Qualität sind bei richtiger Verlegung, Reinigung und Pflege auch für Küche geeignet

Sie interessieren sich für weitere Bodenbeläge, zum Beispiel Massivholzdielen oder Vinylböden? Dann werfen Sie doch einfach mal einen Blick in die jeweiligen Kategorien!


1. Aufbau

Bei Echtholzparkett handelt es sich um einen Bodenbelag, der vollständig aus Holz ggf. auch aus Holzwerkstoffen besteht und mit unterschiedlichen Holzarten und Dielenoptiken, darunter Landhausdiele und Schiffsboden, punktet. Parkett ist nicht gleich Parkett: So unterscheiden sich die Einzelelemente zum Beispiel in der Stärke der Echtholzdecklage sowie in ihrer Oberflächenbehandlung, beispielsweise mit Ölen, Wachsen oder Lacken.

Laminat setzt sich nicht aus Holz im eigentlichen Sinne zusammen. Stattdessen bestehen die Dielen im Kern aus einer HDF-Trägerplatte (hochverdichtete Faserplatte). Auf der für den Untergrund bestimmten Seite wird ein Gegenzug aus speziellem Papier aufgebracht, auf der oberen Seite ein beschichtetes Dekorpapier. Beim Direktdruck-Verfahren fehlt dieses Dekorpapier und das Dekor wird direkt auf die HDF-Platte gedruckt. Als Kunden haben Sie durch die damit verbundene Vielseitigkeit die redensartliche Qual der Wahl in Sachen Design.

2. Kosten

Parkett ist in der mittleren bis oberen Preisklasse für Bodenbeläge angesiedelt, wobei der konkrete Preis unter anderem von den verwendeten Holzarten und der jeweiligen Dielengröße abhängt. Auf HolzLand.de beginnt der Quadratmeterpreis bei etwa 25 Euro.

Laminat ist vergleichsweise günstig, es gibt aber auch hochwertige Varianten im mittelpreisigen Segment. Im HolzLand-Onlineshop erhalten Sie Laminat ab circa 10 Euro pro Quadratmeter. Der Preis wird wesentlich von der Nutzungsklasse und der meistens damit verbundenen Stärke bestimmt: Je höher die Nutzungsklasse, desto robuster und damit teurer ist das Laminat.

3. Verlegungsweise

Wenn Parkett vollflächig verklebt wird, sollte dies in der Regel der Profi für Sie erledigen. Einfacher ist es für Sie als DIYler, wenn Sie Fertigparkett schwimmend, also ohne Kleber, verlegen. Fertigparkett hat eine Klickverbindung, bei der sowohl die Längs- als auch die Kopfkanten ineinander „geklickt“ werden, wodurch eine mechanische Verriegelung entsteht. Bei dieser Parkettart ist also eine Verklebung nicht zwingend notwendig. Achten Sie in jedem Fall – besonders bei der schwimmenden Verlegung – darauf, dass der Untergrund möglichst eben ist. Apropos „achten“: Berücksichtigen Sie bitte unbedingt auch die Raumgröße und den Lichteinfall. Ebenso darf bei der schwimmenden Verlegung meistens eine in der Verlegeanleitung angegebene Fläche ohne Unterbrechung (z.B. durch Profile) nicht überschritten werden.

Laminat wird vorrangig schwimmend verlegt, kann aber auch verklebt werden. Beachten Sie in jedem Fall Lichteinfall, Raumgröße und die Anleitung des Herstellers, ebnen Sie bei Bedarf den Untergrund.

4. Kompatibilität mit Fußbodenheizung

Parkett können Sie auch verlegen, wenn Sie in Ihrem Zuhause eine Fußbodenheizung haben. Der Holzboden hat an sich schon eine warme Anmutung und bildet gemeinsam mit der Heizung eine behagliche Einheit. Hier sollten Sie unbedingt die Herstellerangaben beachten, Vorsicht ist insbesondere dann geboten, wenn eine elektrische Fußbodenheizung eingebaut ist, da diese in kürzester Zeit sehr warm wird. Um vollständig sicherzugehen, ist eine Verlegung durch einen Profi ratsam. Unter anderem ist es auch deshalb hilfreich, einen Fachmann zu engagieren, weil sich bei der Kombination Parkett und Fußbodenheizung eine vollflächige Verklebung empfiehlt, um eine optimale Wirkung der Fußbodenheizung zu erzielen. Wenn bauseitig nur eine schwimmende Verlegung möglich ist, sollten Sie darauf achten, eine Trittschalldämmung zu verwenden, die möglichst viel Wärme der Fußbodenheizung an den Parkettboden abgibt.

Viele, aber nicht alle Laminatarten sind mit Fußbodenheizungen kompatibel, wobei Sie unbedingt die Herstellerhinweise beachten sollten. Zudem empfiehlt es sich, auch Laminat über Fußbodenheizungen vollflächig zu verkleben. Orientieren Sie sich bitte hierbei an den zuvor genannten Hinweisen zum Parkett.

5. Pflege und Reinigung

Laminat wie Parkett können Sie trocken (Fegen oder Saugen) oder nebelfeucht mit Laminat- beziehungsweise Parkettreiniger wischen. „Nebelfeucht“ meint das Reinigen mit gut ausgewrungenem Tuch oder Bodenwischer, um ein Aufquellen des Materials zu vermeiden.

Für Parkett mit geölter Oberfläche haben Sie zudem die Möglichkeit, Parkettöl und geeignete Schleifpads zu erwerben.

6. Nutzungsdauer

Wie lange ein Parkettboden hält, hängt unter anderen von der Beanspruchung und der Stärke der Deckschicht ab. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass es ausreicht, den Parkettboden alle 15-20 Jahre abzuschleifen. Je dicker die obere Holzschicht ist, desto häufiger kann man sie abschleifen und neu einpflegen, so dass kein neuer Parkettboden benötigt wird.

Laminat können Sie aufgrund der aufgebrachten, künstlichen Dekorfolie nicht abschleifen, weshalb die Lebensdauer kürzer ausfällt. Trotzdem haben Sie lange etwas von Ihrem Laminat, wenn Sie vor dem Kauf auf die verschiedenen Nutzungsklassen achten.
Diese gliedern sich unter anderem in Kategorien für die private (21 – 23) und die gewerbliche Nutzung (31-34).

7.  Für welche Räume geeignet?

Parkett ist besonders in Wohnzimmern bzw. insgesamt in Wohnräumen beliebt. Sofern Sie Parkett richtig verlegen (lassen), reinigen und pflegen, ist dieser Bodenbelag auch für die Küche geeignet, jedoch aufgrund des deutlich höheren Feuchtigkeitsaufkommens nicht oder nur bedingt für das Badezimmer geeignet.

Da Laminat oft preisgünstiger als Parkett ist, aber die Dekore imitiert, findet sich der Bodenbelag häufig in Kinderzimmern. Auch im Wohnzimmer, im Schlafzimmer und in der Küche kann Laminat zum echten Blickfang werden, braucht aber wie Parkett eine richtige Verlegung, Pflege und Reinigung.

Parkett oder Laminat? Kommt drauf an!

Für welchen der beiden Bodenbeläge Sie sich nun entscheiden sollten, hängt natürlich von Ihrem persönlichen Geschmack ab. Des Weiteren sind unter anderem Kosten, Nutzungsdauer, Verlegungsmöglichkeiten, Aufwand für Reinigung und Pflege wichtige Einflussfaktoren. Und: Parkett verfügt über eine “echte” Holzoberfläche, was viele Kunden aufgrund der angenehmen Materialeigenschaften und dem besonderen Charme bevorzugen. Generell lässt sich sagen, dass Sie beide Bodenbeläge hervorragend in Ihrem Zuhause nutzen können.

Stöbern Sie gleich durch das vielfältige Angebot und wählen Sie die Böden, die zu Ihnen und Ihren heimischen vier Wänden passen!
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