LINDE - Tilia cordata

Botanische Bezeichnung

Tilia cordata, Familie - Tiliaceae

Weitere Handelsnamen

Frühlinde, holländische Linde, Sommerlinde, Steinlinde, Winterlinde (D), Basswood, Lime (GB)

Vorkommen

Europa, Ostasien

Eigenschaften

Bei den Linden besteht kein Unterschied zwischen Splint- und Kernholz, das frisch gefällt rahmweiß ist und zu einem blassen Braun nachreift. Das unregelmäßig gefaserte Holz besitzt eine feine und gleichmäßige Textur. Die Porenanordnung ist zerstreut, im Frühholz ist eine Porenhäufung zu erkennen. Während die Jahresringe sehr undeutlich wirken, sind die Markstrahlen als helle feine Linien sichtbar. Das Holz ist weich, leicht, biegsam, wird leicht von Pilzen und Insekten befallen und trocknet relativ schnell mit geringer Schwindung.

Resistenz

Die Widerstandsfähigkeit des feuchten Kernholzes gegen Pilz- und Insektenbefall ist nicht ausreichend. Das Lindeholz ist nur mäßig witterungsfest und wenig dauerhaft. Dauerhaftigkeitsklasse DK 5.

Verbreitung

Das Holz läßt sich gut von Hand und maschinell bearbeiten, fräsen, drechseln und nageln. Desweiteren zeigt Linde einen guten Klebehalt für geleimte Verbindungen und nimmt viele Oberflächenbehandlungen wie Polituren und Lacke sehr gut an.

Verwendung

Schnitzerei, Drechseln, Musikinstrumente, Furniere, Zeichenbretter, Holzschuhe, Zündhölzer, Holzwolle

Daten

Kurzeichen DIN:

TIXX

Größe:

Höhe bis 30 m, Ø bis 1,0 m

Zugfestigkeit:

83 N/mm2

Gewicht:

k.A. (ungetrocknet)

Druckfestigkeit:

43 - 53 N/mm2

ca. 490 kg/m3 (darrtrocken)

Biegefestigkeit:

88 - 105 N/mm2

Rohdichte:

0,49 g/cm3

Schwindmaß:

0,15 - 0,23 % % (radial)

0,24 - 0,32 % % (tangential)