ERLE - Alnus glutinosa

Botanische Bezeichnung

Alnus glutinosa , Familie - Betulaceae

Weitere Handelsnamen

Schwarzerle, Weißerle, Roterle, Grauerle

Vorkommen

Europa, Nordwestafrika, Sibirien

Eigenschaften

Das Holz der Erle ist rötlichweiß auf Rotbraun nachdunkelnd. Die Jahresringe sind verschieden breit, die falschen Markstrahlen erscheinen im Radialschnitt als Spiegel, im Tangentialschnitt als dunklere Längsstreifen. Die Porenanordnung wirkt zerstreut und klein, die Textur des Holzes ist fein. Erlenhölzer trocknen schnell und verfügen über eine nur mäßige Dampfbiegeeigenschaft und mittlere Druckfestigkeit.

Resistenz

Die Erle ist nicht witterungsfest, jedoch unter Wasser ist das Holz sehr dauerhaft. Desweiteren ist es sehr anfällig für Pilz und Insektenbefall. Dauerhaftigkeitsklasse DK 5.

Verbreitung

Das ziemlich grobfaserige Holz ist weich, leicht spaltbar, ziemlich biegsam, elastisch und fest. Es läßt sich gut bearbeiten,

messern und schälen, vorzüglich drehen und schnitzen. Weiter zeigt Erle einen guten Klebehalt für geleimte Verbindungen

und nimmt viele Oberflächenbehandlungen sehr gut an.

Verwendung

Schnitzerei, Schreinerei, Drechseln, Bildhauerei, Sperrholz, gefärbt als Ersatz für Nussbaum und Mahagoni

Daten

Kurzeichen DIN:

ALGU

Größe:

Höhe bis 30 m, Ø bis 0,8 m

Zugfestigkeit:

71 - 92 N/mm2

Gewicht:

ca. 900 kg/m3 (ungetrocknet)

Druckfestigkeit:

41 - 54 N/mm2

ca. 530 kg/m3 (darrtrocken)

Biegefestigkeit:

80 - 95 N/mm2

Rohdichte:

0,55 g/cm3

Schwindmaß:

0,15 - 0,17 % (radial)

0,24 - 0,30 % (tangential)