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Anleitung Schaukelpferd

Schritt 1: Schneiden Sie alle Teile des Schaukelpferdes mit der CMS und dem Schiebeschlitten laut Materialliste zu. Es ist sinnvoll, wenn Sie zunächst alle rechtwinkligen Schnitte machen und dann die beiden Stützen unter dem Sitzbrett schräg schneiden. Bei einer Schnittbreite unter 120 mm ist es erforderlich

einen Schiebestock zum Durchschieben des Werkstückes zu benutzen. Übertragen Sie mit Hilfe von Pauspapier alle Rundungen und Kurven auf die Teile, die später mit der Stichsäge ausgeschnitten werden. Markieren Sie auch die Position der Querstreben auf den Kufen und die der Stützen unter dem

Sitzbrett. Am Kopf können Sie mit Hilfe eines Bleistiftes oder eines Spitzbohrers die Position der Augen und der Griffstange übertragen. Zeichnen Sie die Breite des Sitzbrettes an. Kennzeichnen Sie sich jeweils die Außenflächen und nummerieren Sie alle Einzelteile.

Schritt 2: Schneiden Sie die beiden Flanken mit der Tauchsäge und einer Führungsschiene schräg. Bauen Sie ein Kurvensägeblatt in die Stichsäge ein. Mit dem in der Grundplatte befindlichen 6-Kant Schlüssel können Sie die untere Sägeblattführung möglichst spielfrei einstellen. Um den Schnitt noch genauer und

ausrissfrei zu bekommen, müssen Sie einen Splitterschutz in die Säge einbauen. Der Splitterschutz wird von vorne in die Aussparung an der Grundplatte eingeschoben und dann bei laufender Säge mit dem Splitterschutz nach unten auf den Tisch gedrückt. Spannen Sie die Stichsäge in das CMS Modul ein und

verbinden Sie beides dann mit dem Schalter am Tisch. Schneiden Sie mit der Stichsäge, am Strich entlang, die Kontur aus. Wenn Sie die Kontur möglichst genau aussägen, haben Sie beim Schleifen weniger Arbeit. Anschließend werden die Löcher für Auge und Griffstange in den Kopf gebohrt

Schritt 3: Bohren Sie die Dübellöcher (D = 8 mm) mit Hilfe einer Dübelschablone in das Querholz der schrägen Stützen sowie der Querstreben, der Rückenlehne und des Kopfes. Am besten gelingt das, wenn die Dübelschablone einen einstellbaren Anschlag hat (siehe Bild). Um alle Löcher ohne Ausrisse und gleich tief zu bohren, verwenden Sie am besten einen

Holzbohrer und einen Tiefenanschlag (Bohrtiefe = halbe Dübellänge + 1 mm). Mit Hilfe von Dübelspitzen können Sie den Mittelpunkt der Bohrlöcher auf die Flächen übertragen. Stecken Sie die Dübelspitzen in die Bohrlöcher ein und drücken Sie das Teil an der angezeichneten Stelle nach unten. Die so entstandenen Vertiefungen bilden die Mitte des

Bohrloches. Sie können wieder die Dübelschablone verwenden, um senkrecht in die Flächen zu bohren. Das hat auch den Vorteil, dass Sie den Tiefenanschlag nicht zu verändern brauchen. Bohren Sie die restlichen Dübellöcher in der gleichen Art und Weise.

Schritt 4: Schleifen Sie nun alle Kanten mit dem Bandschleifmodul im CMS. Sie sollten darauf achten, dass die Rundungen an den Kufen sorgfältig und mit geringem Druck geschliffen werden. So erhalten Sie eine saubere Rundung. Schieben Sie besser das Werkstück mehrmals an dem Schleifband entlang. Wenn Sie das Schaukelpferd aus harzhaltigem Holz (Kiefer, Fichte, Lärche ....) bauen, sollten

Sie das Schleifband schräg stellen. Dadurch ist die Fläche, auf der geschliffen wird, größer. Die Temperatur kann sich so besser verteilen und das Schleifband setzt sich weniger zu. Diese Technik funktioniert aber nur an der geraden Schleiffläche. Um die Verletzungsgefahr beim Schaukeln zu minimieren und dem Holztier eine schönere Optik zu geben, runden Sie alle Kanten

mit einer Oberfräse (R = 5 mm). Sie können die Fräse von Hand führen oder stationär in das passende CMS Modul einbauen. Schleifen Sie alle Rundungen mit einem Handschleifklotz. Für die Flächen benutzen Sie am besten einen Exzenterschleifer. Der letzte Schliff sollte in der Körnung P 180 erfolgen.

Schritt 5: Geben Sie Leim in die Dübellöcher der Rückenlehne ein und schlagen Sie die Dübel ein. Wiederholen Sie das Vorgehen mit den Löchern auf der Sitzfläche und stecken Sie die Rückenlehne auf. Verspannen Sie die beiden Teile mit Zwingen. Geben Sie Leim in den unteren Querstreben an und

schlagen Sie auch dort Dübel ein. Anschließend müssen Sie Leim in die Löcher der Kufen geben. Jetzt können Sie alles zusammenstecken und die vier Teile zum Untergestell verleimen. Wenn der Leim zwischen Sitzfläche und Rückenlehne trocken ist, stecken Sie die beiden Stützen mit Dübeln - aber noch

ohne Leim - in die Löcher unter der Sitzfläche. Stellen Sie das Oberteil auf das Untergestell. Zeichnen Sie die Positionen zwischen Stützen und Untergestell an, wo Sie später die Löcher für die Verbindungsschrauben, bohren müssen. Bohren Sie die Verbindungslöcher ins Untergestell.

Schritt 6: Verleimen Sie nun die beiden Stützen mit der Sitzfläche. Verschrauben Sie die Stützen mit dem Untergestell und verspannen Sie das Ganze mit Zwingen. Um die Zwingen senkrecht ansetzen zu können, spannen Sie ein Kantholz unter das Untergestell und setzen die Zwingen daran an. Verleimen Sie die beiden Fußleisten mit dem Untergestell und kleben

Sie den Kopf auf den Rumpf. Zuletzt wird das Griffholz in das im Kopf vorgebohrte Loch geleimt. Wenn der Leim getrocknet ist, stechen Sie den überschüssigen Kleber mit einem scharfen Stemmeisen weg. Kontrollieren Sie alle Flächen und schleifen Sie, wenn nötig, nach. Für die Oberflächenbehandlung empfehle ich Ihnen ein Öl.

Holz- und Materialliste

Pos

Bauteil

Material

Anz.

L [mm]

Fertigmaße B [mm]

D [mm]

1

Kufen

Erle

2

800

120

25

2

Sitzplatte

Erle

1

400

160

25

3

Rückenteil

Erle

1

85

120

25

4

Kopf

Erle

1

235

235

25

5

Beine

Erle

2

235

85

25

6

Streben

Erle

2

260

60

25

7

Fußlatten

Erle

2

300

50

15

8

Griff

Erle

1

200

D = 20

9

Holzdübel

Buche

14

30

D = 6

10

Holzdübel

Buche

3

40

D = 10

11

Holzdübel

Buche

8

40

D = 8

12

Kreuzschlitzschraube

Spax/S

4

45

D = 4,5

13

Kreuzschlitzschraube

Spax/S

2

50

D = 5,0

14

Senkkopfnägel

Wagnerstift

2

30

D = 2,0