     | Schritt 1: Beine verleimen - Jedes Bein besteht aus zwei breiten und zwei schmalen Platten, die mittels Nut-Feder-Verbindungen verleimt werden. Die Nuten werden jeweils im Abstand von 15 mm zu den Längskanten in die Innenflächen der breiten Beinplatten und passend dazu ebenfalls 15 mm von den Außenkanten in die Stirnseiten der schmalen Beinplatten gefräst (siehe Skizze). Fräsen Sie die Nuten passend zu den Federn 4 mm breit und 11 mm tief. Zum Fräsen der Nuten zwingen Sie die jeweilige Platte auf Ihrer Arbeitsfläche fest; verwenden Sie dabei unbedingt Zulagen aus Restholz, um das Werkstück vor hässlichen Druckspuren zu schützen. Stellen Sie die Oberfräse mit dem 4-mm-Nutfräser auf die Frästiefe 11 mm ein und fräsen Sie mit Hilfe des Parallelanschlags die Nuten jeweils mit 15 mm Abstand zur Außenkante. Wiederholen Sie diesen Vorgang bei allen Beinplatten. Möglicherweise wird es schwierig, die schmalen Federn vom Händler zuschneiden zu lassen. In diesem Fall erledigen Sie das zu Hause mit der Stichsäge. Dabei ist es unerheblich, dass die Schnitte exakt gerade ausfallen. Die (später nicht sichtbaren) Federn dienen beim Verleimen vor allem der Fixierung der Teile aufeinander und der Vergrößerung der Leimflächen. Verleimen Sie zuerst die Federn mit den breiten Beinplatten eines Beins. Geben Sie dazu einseitig Holzleim in die Nuten und stecken Sie die Federn ein. Geben Sie danach Holzleim an die Stirnseiten und in die Nuten der schmalen Beinplatten. Verbinden Sie die schmalen Beinplatten mit den Federn der breiten. Pressen Sie die Verbindungen mit Zwingen, bis der Leim ausgehärtet ist. Entfernen Sie austretenden Leim sofort mit einem feuchten Lappen. Verfahren Sie ebenso bei den anderen Beinen. |
   | Schritt 2: Beine, Zargen und Sitzplatte zusammenbauen - Zargen nennt man im Möbelbau die unter der Sitzplatte und zwischen den Beinen horizontal verlaufenden Verbindungsplatten. Sie sorgen für die Aussteifung der Konstruktion. Bei unserer Bank sorgt ein spezieller Beschlag, der Tischwinkel, für die feste Verbindung dieser Zargen mit den Beinen und der Tischplatte. Schrauben Sie die Tischwinkel zunächst oben bündig mit dem Akkuschrauber und Rundkopfschrauben 4 x 20 mm an die Innenecken der Beine. Dabei sollten Sie darauf achten, die Beine stets in der gleichen Richtung anzuordnen, also z. B. mit den breiten Beinplatten zur Längsseite des Tischs. Als Nächstes verbinden Sie die Beine mit den Zargen durch die Tischwinkel zum Gestell: wieder mit dem Akkuschrauber und Rundkopfschrauben 4 x 20 mm. Legen Sie nun die Sitzplatte mit der Oberseite nach unten auf eine saubere glatte Fläche. Richten Sie das Gestell - die Beine zeigen nach oben - so auf der Platte aus, dass die Beine jeweils bündig mit den Ecken abschließen. Mit Akkuschrauber und Rundkopfschrauben 4 x 20 mm montieren Sie nun das Gestell unter die Sitzplatte. Tipp: Eiche ist besonders hart. Es empfiehlt sich daher vor dem Verschrauben der Tischwinkel, das Holz 1 mm kleiner vorzubohren, als der Schraubendurchmesser ist. |
 | Schritt 3: Holzoberflächen schleifen - Um die Oberflächen von Sitzplatte, Zargen und Beinen so gut wie möglich hinzubekommen, sollten Sie sich ihnen vor dem Zusammenbau widmen. Brechen Sie zunächst alle Kanten, indem Sie sie mit 120er oder 180er Schleifpapier im 45°-Winkel bearbeiten, sodass eine kleine Fase entsteht. Die Sichtflächen schleifen Sie mit Ihrem Schleifer stets in Richtung der Holzmaserung zunächst mit gröberem (120er, 180er), dann mit feinerem (bis 240er) Schleifpapier. Danach werden die Flächen mit einem Schwamm gewässert, also feucht abgerieben. Beim Trocknen stellen sich vereinzelt lose Holzfasern auf, die Sie dann mit 180er Schleifpapier sachte entfernen. Danach ist das Holz bereit zur Oberflächenbehandlung. Kleiner Tipp: Achten Sie darauf, dass das Schleifpapier nicht zu stumpf ist, damit die Holzfasern abgeschnitten und nicht nur angedrückt werden. |
  | Schritt 4: Oberflächen wachsen - Lesen Sie zunächst die Verarbeitungs- und Sicherheitsratschläge des Wachsherstellers sorgfältig durch. Arbeiten Sie in einem gut belüfteten Raum und vermeiden Sie dort Rauchen, Essen und Trinken. Tragen Sie das Holzwachs mit Pinsel oder Stoffballen satt auf und nehmen Sie überschüssiges Wachs mit einem Stofflappen ab. Beachten Sie die vom Wachshersteller angegebenen Trocknungszeiten. Möchten Sie eine zweite Wachsschicht aufbringen, ist ein Zwischenschliff mit 240er Schleifpapier fällig. Schleifen Sie auch diesmal stets in Richtung der Maserung. Wiederholen Sie dann den Auftrag wie im vorigen Absatz beschrieben. Nach dem Trocknen bearbeiten Sie die Fläche mit einer weichen Bürste, bis die Oberfläche schimmert. Sicherheitshinweis: Lassen Sie den Wachslappen nach dem Auftrag ausgebreitet und gut belüftet trocknen. Zusammengeknüllt kann er sich sonst beim Trocknen bis zur Selbstentzündung erwärmen! |