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Anleitung Schaukelbank aus Holz

Schritt 1: Sägen Sie zunächst alle Leisten auf das in der Materialliste angegebene Maß ab. Die Pos. 7 + 8 werden aus drei einzelnen Brettern mit jeweils 20 mm Dicke verleimt. Dadurch lässt sich auf einfache Art und Weise eine Schlitz- und Zapfenverbindung herstellen. Die 20 mm dicken Bretter werden auf einer Seite mit einer Schräge von 18° Grad angeschnitten. Um den Schwung der Rückenlehne und des Sitzes aufzuzeichnen, müssen Sie zunächst im Abstand von 50 mm Rasterlinien auf ein Brett der Rückenlehne und ein Sitzbrett eingezeichnen. Mit Höhenmarkierungen werden die Kreuzungspunkte zwischen Rasterlinien und Schwung angezeichnet. Wenn Sie diese Kreuzungspunkte jetzt miteinander verbinden, haben Sie eine Linie, an der Sie die genaue Kontur der Bretter ausschneiden können.

Schritt 2: Mit einer Stichsäge und einem scharfen Kurvensägeblatt werden die Bretter entlang der Linie gesägt. Schneiden Sie auch gleich die Armlehnen (Pos. 4) mit aus. Mit Raspel und Feile oder mit einem Bandschleifer wird der Schwung nachgeschliffen, bis keine Unebenheiten mehr vorhanden sind. Benutzen Sie die beiden ersten Bretter als Schablone, um auf den anderen den Schwung anzuzeichnen. Durch den dreischichtigen Aufbau der geschwungenen Teile können die Lehne und die Sitzfläche mit Schlitz und Zapfen verbunden werden. Bei den Lehnen gehen die beiden äußeren Bretter durch. Das mittlere springt um die Brettbreite (100 mm) nach oben zurück. Dadurch entsteht ein Schlitz, in den das mittlere Brett der Sitzflächen eingezeichnen steckt werden kann. Bei den Sitzflächen ist das mittlere Brett um 100 mm länger und die beiden Äußeren stehen zurück. Diesen dreischichtigen Aufbau müssen Sie schon beim Übertragen der Kontur auf die anderen Bretter beachten. Die Konturen werden wieder mit der Stichsäge ausgeschnitten, geschliffen werden Sie allerdings erst wenn die Bretter miteinander verleimt sind.

Schritt 3: Die Bretter werden mit wasserfesten Leim oder PU-Kleber miteinander verbunden. Falls Sie nicht über ausreichend Zwingen verfügen, können Sie die Bretter zum Spannen auch miteinander verschrauben. Die Schrauben sollten später von Außen nicht sichtbar sein. Die Innenfläche von Sitz und Lehne ist später gänzlich verdeckt und eignet sich daher zum Schrauben. Achten Sie darauf, dass die Schrauben nicht auf den Positionen der Löcher für die Aufhängung sitzen. Während der Kleber trocknet, kann mit dem Bau des Untergestells begonnen werden. Markieren Sie zunächst die Einzelteile der beiden Seiten mit einem Schreinerdreieck (mehr Informationen zum Schreinerdreieck unter www.kurswerkstatt.de).

Schritt 4: Die vier Beine (Pos. 2) werden auf der Innenseite so ausgesägt, dass die Querstreben (Pos. 5) eingesteckt werden können. Diese Ausschnitte können Sie entweder mit einer Tischkreissäge oder einer Stichsäge schneiden. Das Arbeiten mit der Tischkreissäge ist die genauere Variante. Dabei wird ein Anschlag so eingestellt, dass mit ihm der obere Schnitt gesägt wird und der andere kommt auf die Position des unteren Schnittes. Dazwischen wird das Material mit mehreren Schnitten herausgesägt. Die Höhe des Sägeblattes entspricht der Dicke der Streben. In den Querstücken (Pos. 1) werden die 8 mm Löcher für die Aufhängung der Sitzfläche angezeichnet und gebohrt. Die sichtbaren Kanten des Untergestells mit einer Kantenfräse oder einem Hand hobel abrunden. Die Einzelteile der Seiten werden miteinander verschraubt. Zeichnen Sie die Positionen der Schraubenlöcher an und bohren Sie die Löcher (d = 6 mm) in den Füßen (Pos. 3), den Querstücken (Pos. 1) und den Streben (Pos. 5) vor.

Schritt 5: Verschrauben Sie die Streben und Beine miteinander. Dann werden die Beine mit den Querstücken verschraubt und die Füße noch von unten mit den Beinen verbunden. Unter den Füßen können Sie noch vier dünne Auflagen (Pos. 6) festschrauben, die das Kippeln des Gestells verhindern sollen. Spannen Sie die beiden Seitenteile der Sitzfläche aus und entfernen Sie Leimreste mit einem Stemmeisen. Die gewölbte Fläche wird mit einem Bandschleifer oder mit Raspel und Feile geglättet. Die Aussparungen für die beiden Streben (Pos. 9) werden wie zuvor an den Beinen mit der Tischkreissäge ausgesägt. Auch hier die sichtbaren Kanten abrunden. Zeichnen Sie die Löcher (8 mm) für die Aufhängung an und bohren Sie diese. Falls Sie keinen Bohrständer oder eine Ständer- bohrmaschine besitzen, kann eine Dübelschablone dabei helfen, die Löcher gerade zu bohren. Verschrauben Sie die Seiten mit den Streben zur Unterkonstruktion für die Sitzfläche. Runden Sie die Kanten und bohren Sie die Schraubenlöcher in die Sitzleisten und beginnen Sie mit dem Festschrauben an der unteren Kante der Sitzfläche.

Schritt 6: Um einen möglichst gleichmäßigen Abstand zwischen den Leisten zu bekommen, müssen Sie durch die wechselnde Wölbung verschiedene Abstandsklötze verwenden. Der Abstand beträgt im Mittel ca. 8 mm an der Vorderkante der Leisten. Nach circa der Hälfte sollten Sie die restlichen Leisten mit Abstandsklötzen auflegen und kontrollieren ob der Abstand passt. Falls nicht, können Sie jetzt dünnere oder dickere Abstandsklötze verwenden, ohne dass dies später zu erkennen ist. Die Aufhänger werden von einem Flachstahl abgeschnitten, gebohrt, mit einer Feile gerundet und dann im Schraubstock mit einem Gummihammer gebogen. Schrauben Sie die Aufhänger zunächst an die Sitzfläche. Zwischen Holz und Metall sollte jeweils eine Karosse- riescheibe unterlegt werden. Zwei gekonterte Muttern oder eine Stoppmutter verhindern, dass sich die Schrauben durch die Schaukelbewegung lösen können. Die Armlehne wird ausgerichtet und von unten verschraubt oder mit etwas Kleber auf dem Querstück angebracht.

Materialliste

Pos.

Anz.

Bezeichnung

Länge

Breite

Dicke

Material

Bemerkung

Maschinenliste

1

2

Querstück

440

90

40

Fichte

 

- Tischkreissäge

2

4

Bein

480

90

40

Fichte

 

- Stichsäge

3

2

Fuß

580

90

40

Fichte

 

- Evtl. Bandschleifer

4

2

Armlehne

480

100

20

Fichte

 

- Akkuschrauber

5

2

Strebe Gestell

1340

105

25

Fichte

 

- Evtl. Kantenfräse

6

4

Standklotz

80

80

10

Fichte

 

 

7a

2

Sitzfläche lang

ca. 574

100

20

Fichte

1 x 18 Grad

Werkzeugliste

7b

4

Sitzfläche kurz

ca. 470

100

20

Fichte

1 x 18 Grad

- Evtl. Zwingen

8a

4

Lehne lang

ca. 522

100

20

Fichte

1 x 18 Grad

- Raspel

8b

2

Lehne kurz

ca. 418

100

20

Fichte

1 x 18 Grad

- Feile

9

2

Streben Sitzgestell

1220

105

25

Fichte

 

- Bohrer 8 mm

10

23

Sitzleisten

1220

36

36

Fichte

 

- Bohrer 6 mm

11

4

Aufhänger

260

30

3

VA

 

- Bohrer 4,5 mm

12

4

Schrauben M8

60

 

 

VA

 

- Kegelsenker

13

4

Schrauben M8

80

 

VA

 

 

- Eisensäge

14

24

Karosseriescheiben M8

 

D = 24

 

VA

 

- Gabelschlüssel 13 mm

15

8

Stoppmuttern M8

 

 

 

VA

 

 

Alle Maße in Millimeter

Oberflächentipp

Um das Holz vor Verwitterung und Vergrauen zu schützen, sollte die Fläche mit einer Lasur oder einem Lack behandelt werden. Andernfalls können UV-Strahlen und Regenwasser die Pigmente aus dem Holz waschen und es kommt zum Vergrauen der Oberfläche. Holz verfault an den Stellen, an denen Wasser stehen bleibt und dadurch ins Holz eindringen kann. Feuchtes Holz bietet dann einen idealen Lebensraum für die zerstörerischen Pilze. Ein deckenderAnstrich kann den Verfall
hinauszögern. Noch besser ist es jedoch, wenn jede Verbindungsstelle zusätzlich zu den Schrauben noch geklebt wurde.
Wenn die Bank dann noch einen wettergeschützten Platz unter einem Vordach bekommt und im Winter mit einer Plane abgedeckt wird, werden Ihnen Ihre Gartenmöbel auch nach Jahren noch Freude bereiten.