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Rankwand - Der begrünte Sichtschutz

Als Ergänzung zum Blumenkübel (Bau-plan ZDF-Fernsehgarten 1_08) bieten wir Ihnen hier die Anleitung für den dazugehörigen Sichtschutz an. Sie können die Wand mit Kletterpflanzen oder einzelnen Töpfen, in selbstgefertigten Halterungen, begrünen. Auch Ihre Küchenkräuter fühlen sich an der geschützten Wand wohl und gedeihen üppig. Am Besten kaufen Sie sich zu erst die Blumentöpfe und passen dann die Halterungen an. Der Deckel für den Blumenkübel ist eine Erweiterung, um den Kübel auch als Aufbewahrungskiste für Gartenutensilien oder Kinderspielzeug zu benutzen. Mit dem Sitzbrett haben Sie immer einen Platz im Grünen. Es wird einfach zwischen zwei Kübel gelegt.

Schritt 1: Sägen Sie die Unterkonstruktion (Pos. 1) und die Leisten (Pos. 2) mit einer Hand- oder Tischkreissäge zu. Zeichnen Sie oben die 10 mm Überstand auf der Unterkonstruktion an. Die Leisten werden hochkant zusammengelegt, um den seitlichen Überstand anzuzeichnen. Zeichen Sie auf einer Leiste die genauen Positionen der Bohrlöcher an. Zum Bohren eignet sich am Besten ein Bohrer, an dem schon ein Senker für den Kopf der Schraube, montiert ist. Bohren Sie in die erste Latte die Löcher. Sie können diese dann auf die anderen Leisten auflegen und als Schablone benutzen. Dadurch sparen Sie sich das anzeichnen der Löcher. Die Kanten der Unterkonstruktion werden gerundet oder gefast. Im besten Fall benutzen Sie dazu eine Fräse, mit etwas Übung können Sie aber auch einen Handhobel benutzen.

Schritt 2: Es ist hilfreich, einen Arbeitstisch zu verwenden, der in etwa der Größe der Rankwand entspricht. Alternativ können Sie sie auch auf dem Boden zusammenzubauen. Die erste Latte wird oben am Strich auf der Unterkonstruktion ange- legt und verschraubt (Spax 3,5 x 30). Als Abstandshalter zwischen den Leisten dient eine 40 mm Breite Leiste. Nachdem alle Bleistiftstriche weg geschliffen sind, können Sie die Oberfläche mit einer wasserfesten Lasur oder einem Öl behandeln. Um die Rankwand am Pflanzkübel sicher zu befestigen, werden Löcher (3,5 mm) in die Verblendung gebohrt. Dann wird die Wand eingestellt, ausgerichtet und mit mind. 6 Schrauben (Spax 3,5 x 45) befestigt.

Schritt 3: Für die Topf-Gabeln werden als Auflagen (Pos. 4) die gleichen Leisten benutzt. Am Besten kaufen Sie zunächst die Töpfe und bauen dann die Gabeln auf das erforderliche Maß. Längen Sie die Leisten auf das passende Maß ab. Alle Kanten werden auch hier wieder abgerundet. Die beiden Querleisten (Pos. 3) werden mit den Auflageleisten im rechten Winkel verklebt. Geben Sie dazu Kleber auf der hinteren Querleiste an und spannen Sie die Auflagen hinten und seitlich bündig darauf fest. Legen Sie dann als Abstandshalter ein Leistenreststück dazwischen, geben Sie Kleber an und spannen Sie die vordere Querleiste fest. Bei größeren Töpfen sollten die Verbindungen mit Spax (3 x 25) geschraubt werden. Wenn Sie Halter mit nur einer Auflageleiste bauen, können Sie daran ein Seil nach unten in den Kübel spannen, um Schlingpflanzen nach oben wachsen zu lassen.

Schritt 4: Die Sitzfläche besteht aus sieben einzelnen Leisten (Pos. 6), die auf der Unterseite von zwei schmäleren Leisten (Pos. 5) zusammengehalten werden. Kürzen Sie zunächst alle Leisten auf das angegeben Maß. Die Kanten werden wieder gerundet oder gefast. Legen Sie die Leisten für die Sitzfläche zusammen und zeichnen Sie auf beiden Seiten die Position der unteren Leisten an. In den unteren Leisten (Pos. 5) werden 4 mm Löcher vorgebohrt. Jede Leiste der Sitzfläche wird mit zwei Schrauben von unten befestigt. Schrauben Sie zunächst die erste Leiste bündig mit den beiden unteren Leisten fest. Um den genauen Abstand zwischen den Leisten zu bekommen können Sie zwei 10 mm dicke Reststücke benutzen. Achten Sie darauf, dass Sie den Sitz im rechten Winkel verschrauben.

Schritt 5: Für den Deckel werden mehrere Bretter mit wasserfestem Leim zu einem großen Brett (Pos. 7) verleimt. Suchen Sie gerade Bretter ohne Löcher aus, um einen gut aufliegenden, dichten Deckel zu bekommen. Nachdem der Leim getrocknet ist, werden überschüssige Leimreste mit einem scharfen Stemmeisen entfernt. Schneiden Sie den Deckel und die Leisten (Pos. 8) auf das erforderliche Maß ab und schleifen Sie die Fläche, wenn nötig, mit einem Exzenterschleifer. Die Kanten runden oder fasen. Zeichnen Sie die Positionen der Leisten auf der Deckelunterseite an. In den Leisten werden jeweils zwei Löcher (3,5 mm) vorgebohrt und mit Spax 3,5 x 35 von unten an den Deckel geschraubt. Für den Griff, einen einfachen Stock (Haselnuss) (Pos. 10) in ein Brettchen (Pos. 9) einbohren. Das Brettchen mit einer Stichsäge und einem Kurvensägeblatt in der gewünschten Form aussägen.

Schritt 6: Bohren Sie ein Loch in das Brett, das etwa dem Durchmesser des Stockes entspricht. Mit einem Messer wird der Stock von der Schräge und im Durchmesser angepasst. Legen Sie den Griff von oben auf den Deckel auf, richten Sie ihn ungefähr in der Mitte aus und zeichnen Sie die Außenkonturen und die Bohrlöcher an. Bohren Sie die Löcher (3,5 mm) von oben durch den Deckel. Der untere Rand der Bohrlöcher wird mit einem Senker entgratet. Halten Sie den Griff an der richtigen Position an den Deckel und schrauben Sie ihn fest. Den Deckel dabei senkrecht einspannen oder diesen Arbeitsschritt mit einem Helfer machen. Wenn Sie den Deckel jetzt auf den Kübel auflegen, haben Sie eine dekorative Kiste für den Garten, in der Sie Kinderspielzeug oder Gartenutensilien aufbewahren können.

Werkzeugliste

Materialliste

Pos.

Anz.

Bezeichnung

Länge

Breite

Dicke

Material

1

2

Unterkonstruktion Rankwand

1750

35

35

Lärche

2

29

Leisten Rankwand

920

50

10

Lärche

3

2

Querleiste Topfgabel

220

28

20

Lärche

4

4

Auflageleiste Topfgabel

180

50

10

Lärche

5

5

Unterkonstruktion Sitzbrett

550

35

20

Lärche

6

7

Leisten Sitzbrett

460

70

20

Lärche

7

1

Deckel

720

345

20

Lärche

8

2

Unterkonstruktion Deckel

305

25

20

Lärche

9

1

Griffbrett

120

70

20

Lärche

10

1

Griff

ca. 250

ca. 20

Haselnuss

Alle Maße in Millimeter

Materialtipp

Das Holz für Gartenmöbel sollte auf jeden Fall eine gute Witterungsbeständigkeit aufweisen. Unter den einheimischen Bäumen gibt es einige, deren Holz in Frage kommt. Unter den Laubbäumen sind dies: Robinie, Eiche und Edelkastanie. Bei den Nadelbäumen: Lärche, Douglasie, Kiefer und mit leichten Einschränkungen Fichte. Die drei Laubbäume sind ungefähr gleich, bei den Nadelbäumen nimmt die Beständigkeit der Aufzählung nach ab. Die genannten Laubholzarten sind schwerer als die Nadelhölzer, was gerade bei Gartenmöbeln, die doch öfters bewegt werden eine Rolle spielt. Bei Nadelhölzern ist es neben anderen Inhaltstoffen das Harz, das für die Beständigkeit verantwortlich ist. Harz hat aber den Nachteil, dass es bei sommerlichen Temperaturen anfängt zu fließen.