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Grillcaddy - Praktisch immer alles dabei

Stellen Sie sich vor: Es ist ein lauer Sommerabend und Sie haben spontan Lust zu Grillen. Schnell noch Steaks und kühles Bier besorgen und dem ganzen steht nichts mehr im Wege. Jetzt muss man alles in den Garten zum Grill schleppen und wahrscheinlich noch einzweimal zurücklaufen um das zu holen was man nicht mehr tragen konnte oder vergessen hat. Währe es da nicht schön einen Wagen zu haben bei dem das Meiste schon an Bord ist und der Rest ohne Probleme dazugepackt werden kann. Wenn man diesen Wagen dann auch noch über kleine Treppen und holpriges Gelände und danach auch wieder zurückziehen kann wird der Grillabend gleich viel entspannter. Damit man diesen Wagen auch mit einer spärlich ausgestatteten Werkstatt bauen kann sind die Verbindungen im Bauplan geschraubt und geleimt. Diejenigen die eine Verbindungsfräse besitzen oder mit einer Dübelschablone umgehen können, können die Verbindungen natürlich auch damit herstellen. Das Material ist eine einfach 18 mm dicke Buchensperrholzplatte, alle sichtbaren Kanten werden gerundet oder gefast. Die Oberfläche kann entweder klar lackiert oder farbig lasiert werden, auf jeden Fall sollte die Oberfläche für den Außenbereich geeignet sein.

Schritt 1: Lassen Sie sich die Platten im Holzfachhandel auf das angegebene Maß zuschneiden. Nummerieren Sie die Platten und markieren Sie Vorderkante und obere Fläche. Zeichnen Sie auf den beiden Seitenteilen (Pos 1) und auf der Rückwand (Pos 2) die Unterkante der Böden und den Mittelpunkt der großen Löcher an. Zum Schneiden der schrägen Kanten können Sie eine Tauchsäge mit Führungsschiene oder eine Stichsäge benutzen. Zeichnen Sie mit einem Zirkel oder einem runden Gegenstand die Rundungen an den Ecken an und sägen Sie diese mit der Stichsäge und einem feinen Kurvensägeblatt aus. Bohren Sie die Löcher für die Achse und die Aluminiumstangen mit dem jeweils passenden Forstnerbohrer. Es ist hilfreich, wenn Sie beim Bohren einen Tiefenanschlag benutzen.

Schritt 2: Zeichnen Sie die Löcher für die Schrauben an. Beim Bohren ist es am besten, einen Bohrer mit aufgestecktem Senker zu benutzen. Bohren Sie alle Löcher (D = 3,5 mm) in die Positionen 1,2 und 6. Es ist wichtig, dass die Löcher komplett durch die Platte gebohrt werden, da sonst die Platten nicht richtig von der Schraube zusammengezogen werden. Alle sichtbaren Kanten werden mit einer Kantenfräse oder einem Handschleifklotz gerundet oder gefast. Schleifen Sie jetzt die Kanten und die Schmalflächen mit einem Handschleifklotz. Die Flächen werden mit einem Exenterschleifer geschliffen. (Letzter Schliff Körnung P 180.) Schneiden Sie die Aluminiumstangen auf das angegebene Maß ab und entgraten Sie die Schnittkanten.

Schritt 3: Geben Sie beim Zusammenbauen auf allen Verbindungen etwas Leim an. Zuerst wird der obere Boden (Pos. 5) und die Blende (Pos. 6) verschraubt. Dann verschrauben Sie alle Böden (Pos. 3; 4; 5) mit der Rückwand (Pos. 2). Versuchen Sie die Schrauben alle gleich tief zu versenken, um eine gleichmäßige Optik zu bekommen. Richten Sie die Rückwand und die Böden an den Strichen auf den Seitenteilen aus und fixieren Sie alle mit Zwingen. Verschrauben Sie die erste Seite mit Rückwand und Böden. Geben Sie etwas PU Kleber in den Löchern an und stecken Sie die beiden Aluminiumstangen ein. Die zweite Seite wird aufgelegt und ausgerichtet. Verspannen Sie alles mit Zwingen und klopfen Sie mit leichten Hammerschlägen alles genau in Position. Verschrauben Sie die zweite Seite. Richten Sie die Mittelseite im oberen Fach aus und schrauben sie fest.

Schritt 4: Stechen Sie nach dem Aushärten den überschüssigen Leim mit einem scharfen Stemmeisen weg. Stecken Sie die Achse in die Löcher ein und stecken Sie die Abstandshülsen (Pos. 12) und die Räder (Pos. 10) auf. Messen Sie wie viel noch für die Endkappen hinzubegeben werden muss und schneiden Sie die Achse auf das benötigte Maß ab. Schleifen Sie gegebenenfalls die Außenflächen nochmals mit dem Exzenterschleifer nach. In das Schneidbrett (Pos 8), das als Deckel des oberen Faches dient, werden zwei Nuten eingefügt. Diese werden in mehreren Durchgängen mit der Tischkreissäge herausgeschnitten. Alternativ können Sie auch zwei Leisten als Führung aufleimen. Die Kanten am Schneidbrett werden gerundet und die Flächen mit Schleifpapier geschliffen. Da das Schneidbrett mit Lebensmitteln in Berührung kommt, sollte die Oberfläche mit Olivenöl behandelt werden.

Werkzeugliste

Zeitaufwand ca. 4 Std.

Materialliste

Anz.

Bezeichnung

Länge

Breite

Dicke

Material

2

Seite

980

370

18

Sperrholz Buche

1

Rückwand

514

704

18

Sperrholz Buche

1

Boden Unten

514

342

18

Sperrholz Buche

1

Boden Mitte

514

248

18

Sperrholz Buche

1

Boden Oben

514

148

18

Sperrholz Buche

1

Blende Oben

514

118

18

Sperrholz Buche

1

Mittelseite

148

90

18

Sperrh. Buche

1

Schneidbrett

266

224

18

Leimholz Buche

1

Griffstange

534

 

25

Rohr Alu

1

Reling

534

 

15

Rohr Alu

1

Radachse

734

 

20

Rohr Eisen

2

Stellring

14

d = 20

 

Eisen

2

Räder

D = 26085

d = 20

 

 

2

Abdeckkappen

d = 20

 

 

 

 

ca. 50

Spaxschrauben

40

3,5

 

 

225 g

Holzleim Ponal Super 3

 

 

 

 

10 g

Ponal X-PERT Turbokleber

 

 

 

Oberflächenbehandlung mit Olivenöl

Sie haben ein Vesper-Brett oder eine Obstschale aus Holz und wissen nicht, wie Sie die Oberfläche behandeln sollen? Bei allen Flächen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, empfiehlt sich die Verwendung von Olivenöl als Oberflächenbehandlung. Es ist wichtig, dass Sie ausschließlich kaltgepresstes Öl verwenden, da dies nicht ranzig wird. Die zu ölende Fläche mit Schleifpapier Körnung P 180 schleifen, dann das Olivenöl satt mit einem Lappen auftragen und über Nacht einziehen lassen. Bei stark beanspruchten Flächen können Sie diese Prozedur mehrmals wiederholen. Eine andere Auftragsmethode besteht darin, das geschliffene Werkstück direkt ins Öl einzulegen bis es sich voll gesaugt hat. Wenn es sich um Flächen handelt, die gespült werden, muss man eventuell nach dem Spülen mit einem Küchentuch nachölen.

Oberflächentipp

Wenn man eine Oberflächenbehandlung haben möchte, die für den Einsatz im Außenbereich geeignet ist, muss man natürlich auch ein geeignetes Mittel benutzen. Dabei müssen Sie sich vorher Gedanken machen, ob man eine farbige oder transparente Oberfläche haben möchte. Bei farbigen Flächen gibt es eine Auswahl an Lasuren die für jeden Geschmack das Passende bieten. Bei transparenten Flächen kann man Lack oder Öl benutzen. Lack bildet die bessere, geschlossenere Oberfläche, neigt aber auch zur Rissbildung und kann dann von eindringendem Wasser unterwandert und abgelöst werden. Öle haben eine offenere Oberfläche, sind dadurch anfälliger für Schmutz und müssen öfter aufgefrischt werden. Es kann aber nicht zu einer Rissbildung in der Fläche kommen.