Auch auf Balkon und Terrasse ist es schön, Blumen, Obst und Gemüse zu kultivieren. Meistens scheitert dies aber an den passenden Gefäßen. Große Blumentröge oder Töpfe sind meist zu schwer und teuer, einfache Lösungen aus Kunststoff sind dagegen oft nicht besonders ansehnlich. Dieser Blumenkübel besteht aus einem einfachen Mör- telkübel mit 65 Liter Inhalt (ca. 5,- ?). Um diesen Kübel herum wird in Steckbauweise eine Verschalung erstellt. Den Abschluss bildet ein Rahmen, welcher den Kübel vollständig verdeckt und gleichzeitig noch als Sitzfläche beim Bepflanzen dient. Für alle Rosenliebhaber besteht zusätzlich auch noch die Möglichkeit, für die Rückwand ein dekoratives Rosengitter zu bauen. Die Verschalung für den Kübel besteht aus 21 mm dicken gehobelten Brettern, die es im Holzfachhandel oder Holzfachhandel fertig zu kaufen gibt. Für den Rahmen des Rosengitters werden Kanthölzer mit ca. 35 x 35 mm benötigt, für das Gitter selbst dünne Latten mit einem Querschnittmaß von 40 x 4 mm. Als Holzarten empfehlen wir Douglasie oder Lärche, da diese für den dauerhaften Einsatz im Aussenbereich geeignet sind.
Schritt 1: Sägen Sie alle Bretter mit einer Hand- oder Tischkreissäge auf das in der Materialliste angegeben Maß ab. Die Ausschnitte zum Zusammenstecken werden auf den Brettern (Pos. 3, 4 und 6) angezeichnet. Die Höhe des Ausschnittes ist ein viertel der Brettbreite plus 1 mm Luft. Achten Sie darauf, dass die beiden langen unteren Bretter nur zwei Ausschnitte auf der Oberseite bekommen. Die beiden langen oberen Abschlussbretter (Pos. 4) werden zunächst wie ein Seitenbrett (Pos. 3) behandelt und dann auseinander gesägt. Die Ausschnitte können entweder mit einer Stich- oder einer Tischkreissäge gesägt werden. Beim Arbeiten mit der Stichsäge ist es hilfreich, in den Ecken 8 mm Löcher zu bohren. Beim Arbeiten mit einer Tischkreissäge muss die Schutzhaube abgenommen und der Spaltkeil niedriger als das Sägeblatt eingestellt werden. Eines der langen Bretter wird genau in der Mitte auseinander getrennt und ergibt so die beiden oberen Abschlussbretter (Pos. 4). Bei Schnitten längs zur Faser sollte ein grobes Sägeblatt eingebaut werden.
Schritt 2: Mit einer Kantenfräse oder einem Handschleifklotz werden alle Kanten abgerundet oder gefast. Der obere Rahmen (Pos. 1 und 2) wird mit der Oberseite nach unten auf den Arbeitstisch gelegt. Die Position der beiden Leisten (Pos. 7), die den Rahmen zusammenhalten, wird angezeichnet. In den Leisten werden die Löcher für die Schrauben vorgebohrt. Danach die Leisten an die passende Stelle legen und von unten am Rahmen festschrauben. Stecken Sie die beiden unteren Bretter (Pos. 3) mit zwei Seitenbrettern (Pos. 6) zusammen und legen Sie den halben Kübel mit der Oberseite nach unten auf den Arbeitstisch. Legen Sie die beiden Bodenbretter (Pos. 5) von unten darauf und bohren Sie die Löcher (4 mm) für die Befestigungsschrauben vor. Schrauben Sie dann die Bretter fest und drehen Sie den Kasten um.
Schritt 3: Stecken Sie den Kasten vollständig zusammen und stellen Sie den Mörtelkübel hinein. Falls der Kübel oben über- steht, können Sie an der Verschraubung der Bodenbretter eine Abstandleiste dazwischenlegen. Legen Sie dann den Rahmen auf. Wenn Sie das Rosengitter oder den Sichtschutz an den Kübel anbauen möchten, müssen die beiden hinteren Ecken am Rahmen ausgesägt werden. Der Ausschnitt muss genau so groß sein, dass das Gitter mit dem Kasten verschraubt werden kann. Die Rahmenteile des Rosengitters (Pos. 8 + 9) werden auf das angegeben Maß zugesägt. Die einzelnen Teile bekommen, jeweils auf der Innenkante, eine Nut. Diese Nut wird mit der Tischkreissäge gesägt. Auch hier kommt wieder ein grobes Sägeblatt zum Einsatz. Die Nutbreite muss genau so breit sein wie die Dicke der Leisten für das Gitter (Pos. 10). Auch an diesen Teilen werden alle Kanten gerundet oder gefast.
Schritt 4: Die Rahmenteile werden mit Schrauben verbunden. Dazu wird der Rahmen mit Zwingen zusammengespannt und an den Verbindungspunkten werden jeweils zwei 4 mm Löcher gebohrt. Die Löcher müssen so sitzen, dass die Schrauben nicht in die Nut eingedreht werden. Zum Positionieren der Leisten zeichnen Sie auf dem Rahmen eine senkrechte Mittelachse und eine Linie, die die Innenkante der Nut anzeigt, ein. Der Abstand zwischen den einzelnen Leisten sollte mind. 140 mm betragen. Mit dem Satz des Pythagoras (c²=a²+b²) können Sie die genauen Leistenlängen ausrechnen. Diese werden dann auf der Tischkreissäge abgelängt und mit dem anderen Leisten im Gitter verwoben. Durch das verweben halten die Leisten ohne Klebstoff. Es ist aber sinnvoll, sie an den Enden mit einem Tropfen wasserfesten Leim zu fixieren.
Schritt 5: In die Nut der unteren Querleiste im Rosengitter kommen noch einige Löcher (4 mm) über die das Wasser, das sich eventuell darin sammelt, abfliesen kann. Um Rosengitter und Kübel miteinander zu verschrauben, werden in den seitlichen Überständen am Kübel Löcher für die Schrauben vorgebohrt. Das Rosengitter wird dann von hinten eingestellt und ausgerichtet. Anschließend wird es mit dem Kübel verschraubt. Vor der Oberflächenbehandlung müssen alle Bleistiftstriche mit Schleifpapier entfernt werden. Je nach Wunsch können die Einzelteile farbig oder transparent geölt, lasiert oder alles einfach roh gelassen werden. Je nach Oberflächenprodukt sollte diese Behandlung mindestens 2-mal durchgeführt werden. Wenn Sie das Holz unbehandelt lassen, wird es mit der Zeit grau werden, da aus der ungeschützten Oberfläche von UV Strahlung und Regen die Pigmente ausgewaschen werden. Solange das Holz aber nicht dauerhaft der Nässe ausgesetzt ist, wird es nicht schneller verwittern als unbehandeltes Holz.
|
Pos. |
Anz. |
Bezeichnung |
Länge |
Breite |
Dicke |
Material |
|
1 |
2 |
Rahmen längs |
920 |
120 |
21 |
Douglasie |
|
2 |
2 |
Rahmen quer |
310 |
120 |
21 |
Douglasie |
|
3 |
4 |
Verkleidung längs |
920 |
146 |
21 |
Douglasie |
|
4 |
2 |
Verkleidung längs ½ |
920 |
77 |
21 |
Douglasie |
|
5 |
2 |
Bodenbretter |
820 |
146 |
21 |
Douglasie |
|
6 |
4 |
Verkleidung quer |
550 |
146 |
21 |
Douglasie |
|
7 |
2 |
Verbindungsleiste Rahmen |
408 |
30 |
21 |
Douglasie |
|
8 |
2 |
Rosengitter senkrecht |
1750 |
35 |
35 |
Douglasie |
|
9 |
2 |
Rosengitter quer |
820 |
35 |
35 |
Douglasie |
|
10 |
|
Flechtleisten |
ca.15 lfm |
40 |
4 |
Douglasie/Kiefer |
Alle Maße in Millimeter
Wenn Sie etwas bauen, was für die Verwendung im Aussenbereich geeignet sein soll, ist es ratsam immer Edelstahlschrauben zu benutzen. Normale Spax Schrauben sind zwar mit einem Korrosionsschutz überzogen. Dieser wird aber schon beim Eindrehen der Schraube durch die Reibung von Holz und Bit verletzt. Dadurch kommt es schon nach kurzer Zeit zu hässlichen Rostspuren auf der Holzoberfläche. Nach einigen Jahren ist die Schraube dann meist komplett abgerostet und kann ihrer Haltefunktion nicht mehr nachkommen. Edelstahlschrauben sind zwar beim Kauf etwas teurer, halten aber im Aussenbereich länger, als das verschraubte Holz. Auch die hässlichen Rostspuren und Verfärbungen des Holzes durch Reaktionen mit dem Eisen gibt es hier nicht. Für Arbeiten im Aussenbereich ist die Edelstahlschraube die bessere, wenn nicht sogar die einzige Wahl.