<-- zurück

Biertischgarnitur - Genießen Sie den Sommer im Freien

Sobald die Sonne die Oberhand gewinnt und das Thermometer die Zwanzig- Grad-Marke überschreitet, bekommen die meisten Menschen den Drang ihre Aktivitäten ins Freie zu verlagern. Man beginnt mit den ersten Gartenarbeiten, genießt den wärmenden Sonnenschein im Liegestuhl und eröffnet mit Freunden die Grillsaison. Damit Sie diesem gemeinsamen Leben im Freien noch entspannter entgegen sehen können, haben wir uns eine einfache Sitzgarnitur aus Holz ausgedacht. Ähnlich dem Prinzip einer Biertischgarnitur kann man auch hier die Beine und Verstrebungen unter der Bank zusammenklappen. Als Material nehmen wir fertig gehobelte Balkonbretter, die mit Schrauben und Scharnieren miteinander verbunden werden. Im Außenbereich ist es wichtig, dass möglichst wenig geschliffen wird, da gehobelte Flächen durch die geringe Oberflächengröße weniger Angriffsfläche für Witterungseinflüsse bieten. Die Größe ist sehr variabel, man kann sowohl den Tisch, wie auch die Bank auf die persönlichen Wünsche anpassen. Auch in der Wahl der Holzart kann man sich frei entscheiden. In unserem Bei- trag bauen wir die Garnitur aus Fichtenbrettern. Diese besitzen zwar nur eine geringe Witterungsbeständigkeit, sind aber dafür leicht und preiswert. Wenn die Garnitur dauerhaft im Aussenbereich stehen soll, sollte auch Edelstahl (VA) Spax benutzt werden. Um die Garnitur zu bauen, reichen geringe Vorkenntnisse und wenige Maschinen. Sie benötigen ca. 6-8 Stunden für den Bau der Garnitur. Am Ende des Sommers klappen Sie Ihre Garnitur einfach zusammen und verstauen sie in Ihrem Schuppen oder Garage. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Bauen und uns allen eine sonnige Grillsaison.

Schritt 1: Schneiden Sie die einzelnen Bretter auf das in der Materialliste angegebene Maß. Zum Schneiden kann sowohl eine Stichsäge, eine Handkreissäge, eine Kappsäge als auch eine Tischkreissäge verwendet werden. Nach dem Schneiden werden alle Kanten mit einer Kantenfräse, Oberfräse oder einem Handschleifklotz gerundet. Übertragen Sie die einzelnen Positionen der Bretter aus der Zeichnung auf das Material. Ebenso alle Bohrlöcher auf den Brettern anzeichnen. Für jede Verbindung genügen zwei Schrauben, die diagonal zueinander eingeschraubt werden. Der Abstand der Schrauben zu den Außenkanten sollte ca. 25 mm betragen.

Schritt 2: Bohren Sie die Schraubenlöcher mit einem Akkuschrauber. Wenn möglich, einen Bohrer mit Versenker benützen, der das Loch gleich dem Schraubenkopf anpasst. Bei Schraubarbeiten ist es ratsam, die Rutschkupplung (Drehmomenteinstellung) am Akkuschrauber einzustellen, sonst ist schnell eine Schraube überdreht oder zu tief im Holz versenkt. Legen Sie die Bretter für die Tischplatte auf Ihren Arbeitstisch, mit der Unterseite nach oben. Zwischen die einzelnen Brettern werden nach Wunsch Abstandsklötze (ca. 8 mm) gelegt. Positionieren Sie die Querbretter auf Ihrem Anriss (angezeichnete Position) und verschrauben diese mit der Tischplatte. Die Einzelteile für die Beine auf den Tisch legen und auch diese verschrauben. Auf die gleiche Art und Weise nun auch die Sitzflächen und die Beine der Bank zusammenbauen.

Schritt 3: Schrauben Sie die Scharniere an den oberen Enden der Beine an. Es ist wichtig, dass die Rollen der Scharniere ca. 3 mm über die Oberkante der Beine hinausragen. Seitlich werden die Scharniere auf den Brettern vermittelt. Die Untergestelle mit den Scharnieren nacheinander auf die Querbretter stellen. Dabei müssen die Außenkanten der Beine mit den Außenkanten der Querbretter bündig sein. Seitlich werden die Untergestelle auf dem Querbrett vermittelt. Verschrauben Sie nun die Scharniere mit den Querbrettern. Befestigen Sie die Scharniere an den diagonalen Verstrebungen. In diesem Fall wird die Rolle bündig mit der Oberkante befestigt. Die Streben werden an den mittleren Querbrettern unter der Tischplatte und der Sitzfläche befestigt. Die Streben sitzen in der Breite mittig auf den Querbrettern. Von der Aussenkante des Querbrettes springt das Scharnier jeweils ca. 6 mm zurück.

Schritt 4: Klappen Sie drei Beine auf und spannen Sie einen Klotz als Anschlag an die Strebe. Nun die Bank oder den Tisch umdrehen und noch einmal den rechtwinkligen Stand kontrollieren. Es ist hilfreich, wenn Sie zum Drehen einen Helfer haben, da sich die Untergestelle sonst schnell einklappen könnten. Kennzeichnen Sie nun die Bohrlöcher für die Fixierungsbolzen auf den Streben. Die Löcher werden möglichst senkrecht von außen durch die Verstrebungen in das untere Querbrett der Gestelle gebohrt. (Bohrtiefe im Querbrett ca. 50 mm). Es ist hilfreich, für diese Bohrungen einen kurzen Akkuschrauber oder einen Winkelvorsatz zu benutzen.

Schritt 5: Fertigen Sie jeweils aus einem Aluminiumstab, einem Schlüsselring und einer kleinen Kette die benötigte Anzahl Sicherungsbolzen (pro Bank oder Tisch zwei Stück). Schneiden Sie den Aluminiumstab ab, entgraten ihn mit einer Feile und bohren am oberen Ende ein Loch. Durch dieses Loch den Schlüsselring fädeln und darauf das Kettenstück auffädeln. Der Sicherungsbolzen wird mit Hilfe einer durch die Kette geschraubten Spaxschraube an den unteren Querstreben der Gestelle fixiert. Der Bolzen muss stramm im Loch sitzen, damit er sich nicht von alleine lösen kann. Zur Oberflächenbehandlung benutzen Sie am besten ein wasserfestes Öl oder eine Lasur für den Außenbereich. Wir empfehlen AQUA CLOUsil. Diese Lasur gibt es in verschiedenen Farbtönen. Bei Bedarf kann sie mit Wasser verdünnt werden.

Werkzeugliste

Materialliste Tisch (1Stück)

Pos.

Anz.

Bezeichnung

Länge

Breite

Dicke

Material

1

5

Tischplatte

2000

95

27

Fichte

2

3

Querbrett

507

95

27

Fichte

3

4

Bein

710

95

27

Fichte

4

4

Zarge

507

95

27

Fichte

5

2

Diagonalverstrebung

1054

95

27

Fichte

6

2

Sicherungsstift

100

8

Alu Rundstab

7

6

Scharnier

60

47

Eisen

8

ca. 50

Schrauben

45

4

Eisen od.VA

9

36

Schrauben

25

3,5

Eisen od.VA

Materialliste Bank (1Stück)

Pos.

Anz.

Bezeichnung

Länge

Breite

Dicke

Material

10

3

Sitzfläche

2000

95

27

Fichte

11

3

Querbrett

301

95

27

Fichte

12

4

Bein

435

95

27

Fichte

13

4

Zarge

301

95

27

Fichte

14

2

Diagonalverstrebung

935

95

27

Fichte

15

2

Sicherungsstift

100

8

Alu Rundstab

16

6

Scharnier

60

47

Eisen

17

ca. 40

Schrauben

45

4

Eisen od. VA

18

36

Schrauben

25

3,5

Eisen od. VA

Oberflächentipp

Zur Oberflächenbehandlung benutzen Sie am besten ein wasserfestes Öl oder eine Lasur für den Aussenbereich. Wir haben uns für eine farblose Oberflächenbehandlung mit wasserfesten Öl entschlossen. Tragen Sie das Öl mit einem Pinsel auf und lassen Sie es 15 Minuten einziehen. Dann wischen Sie das überschüssige Öl mit einem Lappen weg. Das Öl sollte nun über Nacht trocknen. Nachdem das Öl getrocknet ist, werden die Holzfasern, die sich aufgestellt haben, mit einem Schleifpapier (Körnung P 240) weggeschliffen und die Fläche wird ein weiteres Mal mit Öl behandelt. Achtung: Öllappen können sich selbst entzünden. Deshalb immer vor dem Wegwerfen mit Wasser durchtränken.