  | Schritt 1: Regalöffnungen in die Front schneiden Zeichnen Sie zuerst die Umrisse der Öffnungen nach den Angaben auf unserer Zeichnung mit Bleistift auf die Front. Dann bohren Sie mit Bohrmaschine und 10-mm-Holzbohrer in jede Ecke ein Loch - und zwar so, dass die Kante des Bohrlochs die Bleistiftlinien nur berührt, nicht durchschneidet. Führen Sie das Sägeblatt der Stichsäge in ausgeschaltetem Zustand in eins der Löcher ein. Nun können Sie entlang der Bleistiftlinie von Loch zu Loch die Öffnung ausschneiden. Ob Sie die Ecken rund lassen oder die Stichsäge bis in die Winkel führen, bleibt Ihnen überlassen. Falls Sie eine Oberfräse mit Parallelanschlag besitzen, können Sie die Ausschnitte auch damit fertigen. |
 | Schritt 2: Lochreihen für Bordträger bohren Legen Sie die Front auf die Rückwand, und zwar genau so, wie sie in fertigem Zustand voreinander stehen. Übertragen Sie nun mit Bleistift die Umrisse der Frontausschnitte auf die Rückwand. Nehmen Sie die Front wieder ab. Ziehen Sie nun sowohl auf der Rückseite der Front als auch auf der Vorderseite der Rückwand mit Bleistift jeweils eine Linie 8 mm unterhalb der Ausschnitte. Verteilen Sie auf jeder dieser vier Linien nach den Abstandsangaben auf unserer Zeichnung fünf je 10 mm tiefe Löcher, in die Sie später die Bordträger für die Acrylglasböden stecken. Der Lochdurchmesser richtet sich nach den verwendeten Bordträgern. Achtung: Bohren Sie nicht durch! Verwenden Sie am besten einen Tiefenanschlag. |
 | Schritt 3: Dübellöcher in Frontseiten und Front bohren Um die Front nicht mit durchgebohrten Schraubenlöchern zu verunzieren, haben wir uns entschieden, diese Verbindung mit Holzleim und Dübeln auszuführen. (Sollten Sie die Front ohnehin farbig lackieren, können Sie die Frontseiten auch von vorn verschrauben. Die Löcher verschwinden dann unter Holzspachtelmasse und Farbe. Die Verschraubung hat obendrein den Vorteil, dass Sie sich das aufwendige Verleimen mit Schraubzwingen und Zulagen schenken können.) Positionieren Sie die Frontseiten so auf der Rückseite der Front, wie Sie diese anbringen wollen. Markieren Sie Umrisse und Positionen mit Bleistift. Bei Eck- oder T-Verbindungen empfehlen wir Ihnen unbedingt, eine Bohrschablone und Markierungsspitzen, so genannte Dübelfixe, zu benutzen. Allein mit Messen und Anzeichnen lassen sich die Dübellöcher nicht so genau positionieren, dass sie später exakt übereinander liegen! Bohren Sie mit Bohrmaschine und 8-mm-Holzbohrer in die betreffenden Stirnkanten der Frontseiten je drei Dübellöcher. Deren Positionen übertragen Sie mit Dübelfixen auf die Rückseite der Front. Eine Bohrschablone ist eine Einbohrhilfe, die mittels Schraubvorrichtung an dem Werkstück fixiert wird. Sie führt den Bohrer durch eine Metallmanschette senkrecht ins Holz. Ein Dübelfix ist ein Metallstift mit einer Markierungsspitze. Diesen stecken Sie in die Bohrungen der Stirnseite, deren Positionen Sie übertragen möchten. Dazu drücken Sie das vorgebohrte Werkstück exakt an seiner Position auf die Fläche des Gegenstücks. Dübeltipps: Bohren Sie beide zu verbindenden Teile mit einem Holzbohrer im Durchmesser der Dübel an. Beide Bohrtiefen müssen zusammen die Dübellänge plus 2 mm ergeben. Verwenden Sie daher am besten Bohrer mit Zentrierspitze und einen Tiefenstopp; das ist ein Anschlagring mit Gewindestift, der für die gewünschte Bohrtiefe am Bohrer fixiert wird. Bohren Sie in die Fläche nie tiefer als zwei Drittel der Materialstärke! |
 | Schritt 4: Front und Frontseiten miteinander verleimen Geben Sie Leim in die Dübellöcher und auf die Leimflächen der Frontseiten und stecken Sie die Holzdübel ein. Nachdem Sie auch etwas Leim in die Löcher der Front gegeben haben, stecken Sie alles zusammen. Pressen Sie die Verbindungen mit Zwingen. Wichtiger Hinweis Pressen Sie jede Leimverbindung sorgfältig mit Zwingen, bis der Leim getrocknet ist; beachten Sie dazu die Angaben des Herstellers. Verwenden Sie beim Pressen Zulagen aus Restholz, um den Druck zu verteilen und hässliche Druckspuren auf den Werkstücken zu vermeiden. Entfernen Sie austretenden Leim sofort mit einem feuchten Lappen. |
 | Schritt 5: Leuchten montieren Legen Sie nun den vorderen Teil des Lichtkastens auf die Sichtseite. Montieren Sie die beiden unteren Leuchten mit Akkuschrauber und Senkkopfschrauben 2,4 x 16 mm unterhalb der Ausschnitte und Lochreihen. Die dritte Leuchte bringen Sie nach dem gleichen Muster oberhalb des oberen Ausschnitts an. Beachten Sie dabei, dass Sie alle Kabel in die gleiche Richtung führen. Dann können Sie sie später in der Öffnung zwischen Acrylglasboden und Frontseite nach unten führen und dort an einer Dreifachsteckdose anschließen. Diese wiederum montieren Sie an die Rückseite der Front. So brauchen Sie nur ein Kabel, um das Lichtobjekt mit Energie zu versorgen. |
 | Schritt 6: Front und Rückwand miteinander verbinden Zunächst müssen Sie noch die Rückwand mit ihren (etwas schmaleren) Seiten so verbinden, dass diese bündig zu den Außenkanten auf ihrer Vorderseite stehen. Dazu genügt die Montage mit Senkkopfschrauben 4 x 50 mm, da man diese dank der seitlich überstehenden Front ohnehin nicht sieht. Bohren Sie die Schraubenlöcher in der Rückwand vor. Senken Sie sie so an, dass der Schraubenkopf bündig mit der Oberfläche liegt. Dübeln Sie nun den Rückwandteil des Lichtkastens an die Wand. Bohren Sie dazu die Rückwand mit Bohrmaschine und 8-mm-Holzbohrer vor. Vergessen Sie nicht, die Löcher anzusenken. Achten Sie darauf, dass die beiden Löcher zur Aufhängung auf gleicher Höhe liegen. Übertragen Sie die Positionen der Bohrlöcher auf die Wand. Stellen Sie mit Hilfe eines Leitungssuchers sicher, dass an den gewünschten Stellen keine Leitungen verlaufen. Bohren Sie je nach Wandbeschaffenheit mit Bohrmaschine oder Bohrhammer und 6-mm-Steinbohrer die Löcher in die Wand, saugen Sie den Staub heraus und stecken die Dübel ein. Drehen Sie die passenden Schrauben mit dem Akkuschrauber ein. Nun können Sie die Front- auf die Rückwandkonstruktion aufschieben; arbeiten Sie dabei am besten zu zweit. Richten Sie die Frontkonstruktion in der richtigen Höhe aus und verschrauben Sie sie mit Akkuschrauber und Senkkopfschrauben 4 x 35 mm durch die vorgebohrten Löcher. Beachten Sie dabei den Tipp zum Verschrauben zweier Holzteile weiter oben. Tipp zum Verschrauben zweier Holzteile Bohren Sie das Teil, durch das zuerst geschraubt wird, stets 0,5 bis 1 mm größer vor, als der Schraubendurchmesser ist; das Loch sollte für den Schraubenkopf angesenkt werden. Das Teil, in das als Zweites gebohrt wird, bohren Sie stets 1 mm kleiner vor, als der Schraubendurchmesser ist. Hinweis Dübel: Die Bauweise von Wänden reicht heutzutage vom Trockenbau bis zu massivem Beton. Stellen Sie also zunächst fest, wie Ihre Wand gebaut ist. Je nach Bauart sind nämlich unterschiedliche Dübel für die Befestigung des Lichtobjekts nötig. |
  | Schritt 7: Oberflächen vorbereiten Um die Oberfläche so gut wie möglich hinzubekommen, sollten Sie sich ihr vor dem Zusammenbau des Möbels widmen. Zunächst spachteln Sie - falls vorhanden - Schraubenlöcher in den MDF-Sichtflächen mit Holzspachtelmasse oder Autokitt zu. Nach dem Trocknen (Herstellerangaben beachten!) schleifen Sie die Stellen mit 120er Schleifpapier glatt. Brechen Sie zunächst die Kanten aller MDF-Teile, indem Sie sie mit 120er Schleifpapier im 45°-Winkel bearbeiten, sodass eine kleine Fase entsteht. Die MDF-Flächen bearbeiten Sie mit dem Schleifer und Schleifpapier, Körnung 120 - 180. |
 | Schritt 8: Oberflächenbehandlung Lesen Sie zunächst die Verarbeitungs- und Sicherheitsratschläge der Hersteller sorgfältig durch. Arbeiten Sie in einem gut belüfteten Raum und vermeiden Sie dort Rauchen, Essen und Trinken. Tragen Sie den Grundierfüller mit der Walze oder gegebenenfalls mit einer Spritzpistole auf. Lassen Sie ihn gut trocknen. Schleifen Sie die fertig grundierten Flächen und Kanten fein an; steigern Sie dabei die Körnung des Schleifpapiers von 180 über 220 bis 240. MDF-Tipps MDF hat stark saugende Oberflächen. Besonders den Kanten müssen Sie diesbezüglich Aufmerksamkeit - sprich: mehrere Schichten - widmen. Vermeiden lässt sich das aufwendige Füllern (so nennt man das Absperren der saugenden Flächen), wenn Sie MDF mit Grundierfolie verwenden. Diese gewährleistet einen perfekten Anstrich ohne Füllern - zumindest auf den Flächen. |
  | Schritt 9: Sichtflächen lackieren Lacke sind in vielen Varianten und Preislagen erhältlich. Ausschlaggebend für die Auswahl sind Verarbeitbarkeit, Ihre technische Ausstattung daheim und der Anspruch an Qualität und Haltbarkeit der Oberfläche. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten. Und wenn Sie keine größere Erfahrung mit dem Lackieren haben, empfiehlt es sich, eventuell auf einem Probestück ein wenig zu üben. Die einfachste Lösung ist Lack aus der Sprühdose. Eine hochwertigere Variante ist z.B.Polyurethanlack, ein aus zwei Komponenten bestehender Farblack, der mit der Spritzpistole aufgetragen wird. Dazu mischen Sie Farblack und Härter nach Herstellerangaben und füllen die Mischung in die Spritzpistole. Stellen Sie an einer Versuchsplatte die Düse und damit die Lackmenge ein. Stellen Sie den Sprühkegel bei Flächen breiter und bei Kanten schmaler ein. Lackieren Sie am besten zuerst die Innenkanten, dann die äußeren Kanten und zuletzt die Flächen; diese in gleichmäßigen, parallel verlaufenden Bahnen. |